Köln, 10. Mai 2004 - Die OnVista Group ist sehr erfolgreich ins Geschäftsjahr 2004 gestartet. Aus dem heute vorgelegten 3-Monatsbericht geht hervor, dass das Medien- und IT-Unternehmen nicht nur einen Konzernüberschuss erwirtschaftet, sondern auch operativ schwarze Zahlen geschrieben hat. Zu dem Erfolg haben beide operativen Geschäftsfelder beigetragen: Das Geschäftsfeld Media (eigene Internet-Portale) ist in Umsatz und Ergebnis stark gewachsen, das Geschäftsfeld Technologies (internetbasierte Finanzmarkt-Informations-Systeme für Finanzdienstleister) ist nach der Fusion ebenfalls wieder profitabel.
In den ersten Monaten 2004 erzielte OnVista einen Konzernumsatz nach IFRS von € 1,56 Mio. Nach der fusionsbedingten Entkonsolidierung der ehemaligen OnVista Technologies GmbH sind in dieser Zahl nur noch die Umsätze aus den Segmenten Media und Corporate Services enthalten.* Gegenüber dem entsprechenden Wert des Vorjahres-Vergleichszeitraums (nur Segmente Media und Corporate Services: € 0,96 Mio.) ergibt sich ein Plus von 61%. Im Vergleich zu dem im 3-Monatsbericht 2003 ausgewiesenen Konzernumsatz (inkl. Segment Technologies: € 2,84 Mio.) ergibt sich ein rechnerischer Rückgang um 45%.
*Zur Fusion der OnVista Technologies GmbH und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OnVista Group siehe die Erläuterung am Ende dieser Pressemitteilung.
Das Konzernergebnis nach Steuern war im 1. Quartal 2004 mit € 0,20 Mio. deutlich positiv. Daraus ergibt sich eine Nettoumsatzrendite von 13%. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war das Nachsteuerergebnis leicht negativ (Q1/03: T€ -6). Das Konzernergebnis vor Steuern erreichte im Berichtsquartal € 0,33 Mio., nach € -0,24 Mio. im Vergleichszeitraum. Während positive Konzernergebnisse bislang nur dank der ansehnlichen Zinserträge (Q1/04: € 0,23 Mio.) erzielt werden konnten, ist es der OnVista Group nun gelungen, auch operativ schwarze Zahlen zu schreiben: Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im 1. Quartal 2004 bei € 0,06 Mio. (Q1/03: € -0,47 Mio.). Unverändert positiv war das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen): € 0,16 Mio. (Q1/03: € 0,16 Mio.).
“Die Geschäftsentwicklung im 1. Quartal hat unsere eigenen Erwartungen übertroffen“,erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstandes der OnVista AG. „Nach drei schwierigen Jahren befindet sich die OnVista Group wieder auf Wachstums- und Gewinnkurs.“
Im Geschäftsfeld Media wurden Umsatz und Ergebnis erneut stark gesteigert. Das Geschäftsfeld Media umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen betreibt und vermarktet hochwertige Special-Interest-Portale im Internet. Im 1. Quartal 2004 ist der Umsatz von OnVista Media um 66% auf € 1,56 Mio. geklettert (Q1/03: € 0,94 Mio.). Der Erlöszuwachs wurde zum größten Teil durch gestiegene Werbeeinnahmen beim Finanzportal www.onvista.de erzielt. Außerdem sind im Berichtsquartal hier erstmals die Umsätze des Gesundheitsportals www.medicine-worldwide.de enthalten, die sich aber noch auf niedrigem Niveau bewegten. Im März 2004 hatte die OnVista AG den Betreiber des Gesundheitsportals, die Berliner A Med-World AG, gekauft, um eine neue Umsatzquelle für OnVista Media zu erschließen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Finanzumfeld zu verringern. Das Segmentergebnis des Geschäftsfelds Media ist in den ersten drei Monaten 2004 um 102% auf € 0,43 Mio. gestiegen. Im 1. Quartal 2003 lag es noch bei € 0,20 Mio.
„OnVista Media hat sein Wachstum im 1. Quartal beschleunigt und seinen Gewinn mehr als verdoppelt“, kommentiert Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG, die Zahlen. „Eine Umsatzrendite von 28% ist im Branchenvergleich sicherlich ungewöhnlich. Die hervorragende Entwicklung unseres Finanzportals bietet beste Voraussetzungen für die Erschließung neuer Themenfelder.“
Im Geschäftsfeld Technologies ist das IT-Geschäft der OnVista Group organisiert. Es besteht aus einer 33,5%-Beteiligung der OnVista AG an der IS.Teledata AG, die im November 2003 aus der Fusion der OnVista Technologies GmbH mit der IS Innovative Software AG hervorgegangen ist. Nachdem das Geschäftsfeld Technologies im Vorjahr defizitär war, wurden nach der Fusion wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die IS.Teledata AG hat im 1. Quartal 2004 bei einem Konzernumsatz von € 8,80 Mio. einen Konzernüberschuss von € 0,11 Mio. erwirtschaftet. 33,5% des Konzernergebnisses nach Steuern, nämlich € 0,04 Mio., fließen dem OnVista-Konzern als Beteiligungsergebnis zu und werden im Geschäftsfeld Technologies als Segmentergebnis verbucht. Im 1. Quartal 2003 hatte das Geschäftsfeld Technologies bei einem Umsatz von € 1,87 Mio. noch einen Verlust von € 0,41 Mio. verzeichnet.
„Der IS.Teledata AG ist es bereits in den ersten Monaten des echten Zusammenarbeitens gelungen, einen Teil der Synergien zu realisieren und wie angekündigt die Gewinnzone zu erreichen“, so OnVista-Vorstandssprecher Oidtmann, der gleichzeitig Finanzvorstand der IS.Teledata AG ist. „Es war wichtig, dem Kapitalmarkt zu zeigen, dass unsere Strategie aufgeht und wir nach der Fusion den Turnaround im Geschäftsfeld Technologies vollziehen.“
Neben den beiden operativen Geschäftsfeldern umfasst die OnVista Group das Segment Corporate Services, das im Wesentlichen aus der Holding OnVista AG besteht. Die OnVista AG wurde nach der Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH deutlich verschlankt und nimmt seit 2004 fast ausschließlich Konzernfunktionen bzw. mit der Börsennotierung verbundene Aufgaben wahr. Außerdem werden in diesem Segment der Finanzmittelbestand sowie einige kleinere Beteiligungen verwaltet. Das Segmentergebnis betrug € -0,14 Mio. (Q1/03: € -0,05 Mio.).
Die operativen Kosten der OnVista Group summierten sich im Berichtszeitraum auf € 1,49 Mio. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des 1. Quartals 2003 wies € 3,41 Mio. aus. Daraus errechnet sich ein Rückgang um 56%. Nach Eliminierung des Entkonsolidierungseffektes verbleibt ein tatsächlicher Rückgang der operativen Kosten um 9%.
Der Hauptkostenblock Personalaufwand fiel im Berichtszeitraum um 68% auf € 0,58 Mio. (Q1/03: € 1,82 Mio.). Grund hierfür ist neben der Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH auch der Abbau von Stellen in der Holding OnVista AG.Zum 31. März 2004 beschäftigte der OnVista-Konzern 41 fest angestellte Mitarbeiter. Am 31.3.2003 waren es noch 139 (alle drei Segmente), bzw. 54 (nur Media und Corporate Services). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens fielen von € 0,64 Mio. im 1. Quartal des Vorjahres auf € 0,10 Mio. im Berichtszeitraum (-84%). Nach Abzug des Entkonsolidierungseffektes verbleibt sowohl beim Personalaufwand als auch bei den Abschreibungen ein echter Rückgang von jeweils 18%.
Aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs war auch der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den ersten drei Monaten 2004 positiv. Er betrug € 0,10 Mio., nach € 0,17 Mio. in der Vergleichsperiode 2003. Mittelabflüsse verzeichnete die OnVista Group dagegen im Investitionsbereich und im Finanzierungsbereich. Unter dem Strich lag der Konzern-Cashflow im Berichtsquartal bei € -0,14 Mio. (Q1/03: € 0,39 Mio.).
Der Finanzmittelbestand der OnVista Group (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) betrug zum 31. März 2004 € 21,51 Mio., nach € 24,99 Mio. per 31. Dezember 2003. Der Rückgang um 14% ist auf Investitionen ins Anlagevermögen zurückzuführen. Hier wirkten sich der Kauf weiterer Vorzugsaktien an der IS.Teledata AG (Erhöhung des Anteils von 31,5% auf 33,5%) sowie die Akquisition der A Med-World AG aus. Auch nach den getätigten Investitionen ist die Liquiditätslage äußerst komfortabel. Der Cash-Wert je Aktie lag bei € 3,21 (31.12.2003: € 3,73). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtszeitraums 97% (31.12.2003: € 96%).
Für das Gesamtjahr 2004 sind die Aussichten weiterhin positiv. „Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres haben unsere optimistischen Erwartungen mehr als erfüllt und bestätigen uns darin, dass wir mit unserer im Geschäftsbericht 2003 abgegebenen Jahresprognose richtig liegen“, erklärt Vorstandssprecher Oidtmann.
Der Konzernumsatz, der seit diesem Jahr nur noch den Umsatz aus dem Geschäftsfeld Media und dem Segment Corporate Services beinhaltet, soll im Geschäftsjahr 2004 auf deutlich über € 5 Mio. wachsen. Der vergleichbare Umsatz (ohne Umsatz Geschäftsfeld Technologies) aus dem Jahr 2003 beträgt € 4,56 Mio.
Beide operativen Geschäftsfelder – Media und Technologies –werden auch im Gesamtjahr 2004 Gewinne erwirtschaften. Das dritte Segment, Corporate Services, wird voraussichtlich ebenfalls erstmals einen geringen Ergebnisbeitrag leisten. Folglich wird auch für den Konzern ein positives Ergebnis vor Steuern erwartet. „Wir peilen auf Konzernebene ganz klar eine Umsatzrendite im zweistelligen Bereich an“, konkretisiert Oidtmann das Ergebnisziel. Im Jahr 2003 waren Vorsteuer- und Nachsteuerergebnis der OnVista Group nur aufgrund der Hebung stiller Reserven positiv gewesen. Auch EBIT und EBITDA, die im Vorjahr wegen der schlechten Entwicklung im Geschäftsfeld Technologies negativ waren, werden sich 2004 stark verbessern.
Alle Zahlen: 3-Monatsabschluss nach IFRS (Zum 1. Januar 2004 hat die OnVista Group ihre Rechnungslegung von US-GAAP auf IFRS umgestellt. Auch im Abschluss des 1. Quartals 2003 wurden nachträglich die entsprechenden Anpassungen vorgenommen.)
Zum vollständigen Quartalsbericht 1/2004
| 3-Monats-Konzernabschluss der OnVista Group nach IFRS | |||
|---|---|---|---|
| 1 In Klammern: Werte für die Segmente Media und Corporate Services ohne das inzwischen entkonsolidierte Geschäftsfeld Technologies 2 Inkl. der jederzeit veräußerbaren Pfandbriefe 3 In Festanstellung; vollzeitäquivalent | |||
| Q1/2004 von 1.1.-31.3.2004 |
Q1/2003 von 1.1.-31.3.2003 1 |
Veränderung 1 | |
| Umsatz (Mio. €) | 1,56 | 2,84 (0,96) | -45% (61%) |
| EBITDA (T €) | 0,16 | 0,16 | - |
| EBIT (Mio. €) | 0,06 | -0,47 | - |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | 0,33 | -0,24 | - |
| Ergebnis nach Steuern (Mio.€) | 0,20 | -0,01 | - |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,03 | 0,00 | - |
| Konzern-Cashflow (Mio. €) | -0,14 | 0,17 | - |
| Operativer Cashflow (Mio. €) | 0,10 | -42% | |
| 31.03.2004 | 31.12.2003 1 | Veränderung 1 | |
| Finanzmittelbestand (Mio. €) 2 | 21,51 | 24,99 | -14% |
| Bilanzsumme (Mio. €) | 47,51 | 47,62 | - |
| Eigenkapitalquote (%) | 97 | 96 | 2,7% |
| Matarbeiter 3 | 41 | 139 (54) | -71% 8-24%) |
Erläuterung zur Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OnVista Group
Am 27.11.2003 wurde die Fusion der OnVista Technologies GmbH, früher eine 100%-Tochter der OnVista AG, mit der IS Innovative Software AG zur IS.Teledata AG rechtswirksam. Nach der Fusion hielt die OnVista AG als größter Einzelaktionär rund ein Drittel der Anteile an dem zusammen geschlossenen Unternehmen. Vor der Fusion wurde die OnVistaTechnologies GmbH vollkonsolidiert, seit wirksam werden der Verschmelzung wird sie at-equity bilanziert. Das heißt, Erlöse und Kosten der IS.Teledata AG fließen nicht in die GuV der OnVista Group ein, auch die Mitarbeiter der IS.Teledata AG sind im Personalstand der OnVista Group nicht berücksichtigt. Der wirtschaftliche Erfolg der IS.Teledata AG findet in Form eines Beteiligungsergebnisses Eingang in den Abschluss der OnVista Group.