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Archiv Pressemitteilungen

OnVista AG - 2004

Jahres-Pressekonferenz der OnVista AG

Deutlich besser positioniert durch strategische Schritte / Ab 2004 nachhaltig profitabel

Köln/Frankfurt, 7. April 2004.- „Nach drei sehr schwierigen Jahren blicken wir äußerst optimistisch in die Zukunft“, erklärte Fritz Oidtmann, Vorstandssprecher der OnVista AG heute anläss­lich der Jahres-Pressekonferenz des Unternehmens in Frankfurt. „Unsere positive Sicht ist nur zum Teil verursacht durch die freundlicheren Rahmenbedingungen – Stichwort: Konjunktur, Börsenstimmung, Online-Werbemarkt. Vor allem haben wir in den vergangenen zwölf Monaten strategische Weichen­stellungen vorgenommen, die den OnVista-Konzern dauerhaft prägen und ihm grundlegend neue Chancen eröffnen. Insgesamt sehen wir uns wettbewerbsstärker und ertragsstärker aufgestellt denn je.“ Im Geschäftsjahr 2004 erwarte das Medien- und IT-Unternehmen ein Umsatzplus sowie ein positives Konzernergebnis vor Steuern.

Geschäftsfeld Technologies nach Fusion mit schwarzen Zahlen

„Im laufenden Jahr werden beide Geschäftsfelder – Media und Technologies – Gewinne erwirtschaften“, kündigte Oidtmann an. „Im Geschäftsjahr 2003 entwickelte sich die OnVista Technologies GmbH deutlich unter unseren Erwartungen. Durch die Fusion haben wir jedoch die Grundlage für künftig nachhaltige Profitabilität geschaffen“, führte Oidtmann aus. 2003 hatte die OnVista AG ihre 100%-Tochter OnVista Technologies GmbH mit der IS Innovative Software AG zusammengeschlossen. Das fusionierte Unternehmen firmiert unter IS.Teledata AG. Mit einer Beteiligung von 33,5% der Kapitalanteile und 41,5% der Stimmrechte ist die OnVista AG größter Einzelaktionär. Als führender europäischer Anbieter von internetbasierten Finanzmarkt-Informations-Systemen profitiert das Frankfurter IT-Unternehmen von einer gestärkten Marktposition. Darüber hinaus werden durch den Zusammenschluss Synergien gehoben und Skaleneffekte genutzt, die zur Steigerung der Profitabilität beitragen. „Selbst wenn in nächster Zeit kein Marktwachstum einsetzen sollte, wird IS.Teledata aufgrund der verbesserten Kostenstruktur profitabel arbeiten“, so Oidtmann, der gleichzeitig Finanzvorstand der IS.Teledata AG ist.

Geschäftsfeld Media wächst weiterhin profitabel

„Das Geschäftsfeld Media wird seinen Erfolgskurs 2004 fortsetzen, hierin bestärken uns nicht zuletzt die ersten Wochen des angelaufenen Jahres“, sagte Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG. Das Geschäftsfeld umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen hat bislang das Finanzportal www.onvista.de betrieben und vermarktet. Im Jahr 2004 erweitert die OnVista Media GmbH ihren thematischen Fokus: Mit www.medicine-worldwide.de, dem Gesundheitsportal der am 1. März durch die OnVista AG akquirierten A Med-World AG, bietet das Unternehmen nun ein zweites unabhängiges Special-Interest-Portal an. Ziel dieser strategischen Weichenstellung ist es, eine neue Umsatzquelle für OnVista Media zu erschließen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Finanzumfeld zu verringern. Alle Aktivitäten sollen in den nächsten Monaten in die OnVista Media GmbH integriert werden.

Im Geschäftsjahr 2004 solle das Finanzportal www.onvista.de weiter wachsen, so Schwetje. Bei dem kürzlich erworbenen Gesundheitsportal bestehe die primäre Herausforderung darin, die für das Finanzportal aufgebauten Strukturen und IT-Prozesse sowie das gewonnene Vermarktungs-Know-how auf das neue Thema zu übertragen. Gleichzeitig gelte es, die fachspezifische Expertise im Gesundheitsbereich auszubauen.„Beim Gesundheitsportal wollen wir dieses Jahr die Grundlage für künftiges Umsatz- und Ergebniswachstum legen.“ Hier liege der Schwerpunkt 2004 also noch nicht auf der Maximierung des Ertrags, sondern auf dem strategischen Ausbau. Die dabei entstehenden Kosten könnten aus dem laufenden Geschäft von OnVista Media finanziert werden. Schwetje weiter: „Insgesamt wird OnVista Media seinen Umsatz auf mehr als € 5 Mio. steigern und erneut Gewinne erwirtschaften.“

Holding verschlankt

Auch das dritte Segment, Corporate Services, werde voraussichtlich erstmals einen geringen Ergebnisbeitrag leisten, kündigte Vorstandssprecher Oidtmann an. Das Segment besteht im Wesentlichen aus der Holding OnVista AG und hat im Geschäftsjahr 2003 in erster Linie zentrale Dienstleistungen für den gesamten Konzern erbracht. Außerdem hält die OnVista AG einige kleinere Beteiligungen und verwaltet den Finanzmittelbestand des Konzerns. Da die Holding-Kosten im Jahr 2004 deutlich sinken würden, könnten diese nun vollständig von den Zinserträgen aus dem überwiegend in Pfandbriefen angelegten Finanzmittelbestand getragen werden.

Erlössteigerung und zweistellige Umsatzrendite prognostiziert

Der Konzernumsatz solle 2004 auf über € 5 Mio. steigen, prognos­tizierte der Vorstand. Er setzt sich ab diesem Jahr ausschließlich aus den Erlösen der Segmente Media und Corporate Services zusammen. Die vergleichbare Zahl für das Jahr 2003 liegt bei € 4,6 Mio. Der Umsatz des Geschäftsfelds Technologies wird dem OnVista-Konzernumsatz nicht mehr zugerechnet, da die IS.Teledata AG nicht vollkonsolidiert, sondern at-equity, also mit ihrem anteiligen Ergebnis, in den Konzernabschluss der OnVista AG einbezogen wird. Das positive Ergebnis werde – anders als 2003 – ohne außerordentliche Effekte zustande kommen. „Wir erwarten eine Umsatzrendite im zweistelligen Bereich“, beantwortete Oidtmann die Frage nach der Höhe des geplanten Vorsteuer-Ergebnisses.

Die Liquiditätslage des im Prime Segment des Geregelten Marktes gelisteten Unternehmens ist nach wie vor sehr komfortabel: Der Finanzmittelbestand beträgt € 24,99 Mio. (31.12.2003). Daraus errechnet sich ein Cash-Wert je Aktie von € 3,73. Die Eigenkapital­quote beträgt 96%. „Unser hoher Cash-Bestand versetzt uns in die Lage, jederzeit weitere attraktive Akquisitions­chancen zu nutzen“, so Oidtmann.

Jahresabschluss 2003: Heterogener Geschäftsverlauf

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Finanzvorstand Schwetje den Jahresabschluss 2003 präsentiert. Während sich das Geschäftsfeld Media sehr erfolgreich entwickelte und bei Umsatz (€ 4,52 Mio.) und Ergebnis (€ 0,60 Mio.) um 29% bzw. 50% zulegte, verzeich­nete das Geschäftsfeld Technologies rückläufige Erlöse (€ 7,26 Mio.) und ein negatives operatives Ergebnis (€ -2,64 Mio.).

Unter dem Strich ergab sich wie prognostiziert ein deutlicher Jahresüberschuss bei einem rückläufigen Konzernumsatz (€ 10,84 Mio., -14%). Das Konzernergebnis vor Steuern betrug € 7,56 Mio., nach € 0,15 Mio. im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei € 5,79 Mio. (Vj.: € 2,45 Mio.) Das Konzernergebnis war jedoch nur durch einen nicht-liquiditätswirksamen Ertrag (€ 12,06 Mio.) im Zusammenhang mit der Hebung stiller Reserven positiv. Das operative Ergebnis dagegen fiel aufgrund der schwachen Ent­wicklung im Geschäftsfeld Technologies und durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte, selbst erstellte Software und nicht mehr genutzte Betriebsvorrichtungen negativ aus. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag 2003 bei € -5,01 Mio. (Vj.: € -1,19 Mio.), das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wies ein Minus von € 1,24 Mio. (Vj.: € 1,44 Mio.) aus.


Zur ausführlichen Pressemitteilung vom 22.03.2004
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