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Archiv Pressemitteilungen

OnVista AG - 2003

OnVista AG legt 9-Monatsbericht 2003 vor

Geschäftsfeld Technologies unter Umsatzerwartung / Geschäftsfeld Media profitabel gewachsen / Deutlich positives Konzern-Ergebnis 2003 prognostiziert

Köln, 10. November 2003.- Die OnVista AG legt heute ihren 9-Monats­bericht vor. In den ersten 9 Monaten 2003 erzielte das Unternehmen einen Konzern-Umsatz nach US GAAP von € 8,23 Mio., nach € 8,58 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit war der Umsatz leicht rückläufig (-4,0%). Bezogen auf das 3. Quartal 2003 lag der Konzern-Umsatz bei € 2,64 Mio. Das sind 11% weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal (Q3/02: € 2,97 Mio.).

Das Konzern-Ergebnis nach Steuern war im Berichtszeitraum negativ. Es lag in den ersten 9 Monaten 2003 bei € -1,26 Mio., nach € -0,25 Mio. im Vergleichszeitraum. Das Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf € -2,20 Mio. (9 Mon./02: T€ -24). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im 9-Monats­zeitraum 2003 bei € -3,04 Mio. (9 Mon./02: € -1,11 Mio.). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ab­schreibungen) entsprach € -0,93 Mio. (9 Mon./02: € 0,77 Mio.). Bezogen auf das 3. Quartal 2003 erzielte OnVista ein Nach­steuer-Ergebnis von € -0,94 Mio. (Q3/02: T€ 29) und ein Vorsteu­er-Ergebnis von € -1,31 Mio. (Q3/02: € 0,15 Mio.). Das EBIT lag im 3. Quartal 2003 bei € -1,49 Mio. (Q3/02: € -0,22 Mio.). Das EBITDA belief sich auf € -0,78 Mio. (Q3/02: € 0,46 Mio.).

Jahresprognose 2003 bekräftigt

„Der Umsatzrückgang und der Fehlbetrag im Konzern-Abschluss resultieren aus der unverändert schwierigen Nachfrage­situation im Geschäftsfeld Technologies“, erläutert Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstandes der OnVista AG, den Bericht. „Unser zweites Geschäftsfeld, Media, legte dagegen bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu. Trotz des negativen 9-Monats-Ergebnisses prognostizieren wir für das Gesamtjahr 2003 weiterhin ein deutlich positives US GAAP-Konzern-Ergebnis vor Steuern.“

Geschäftsfeld Media: Profitabel gewachsen

Der Konzern-Umsatz verteilte sich in den ersten 9 Monaten 2003 zu 63% auf das Geschäftsfeld Technologies (9 Mon./02: 70%), zu 36% (30%) auf das Geschäftsfeld Media und zu 1% (0%) auf das Segment Corporate Services.

Im Geschäftsfeld Media konnte OnVista den Gesamtumsatz um 18% auf € 2,99 Mio. steigern. In den ersten 9 Monaten 2002 hatte er noch bei € 2,53 Mio. gelegen. Der reine Außenumsatz lag mit € 2,97 Mio. ebenfalls deutlich ( 18%) über den externen Umsät­zen der Vergleichsperiode (9 Mon./02: € 2,52 Mio.). Das Vorsteuer-Ergebnis ist im Vergleich zum 9-Monatszeitraum 2002 (9 Mon./02: € 0,26 Mio.) um 65% gewachsen und betrug im Berichtszeitraum € 0,42 Mio.

„OnVista Media hat seinen Erfolgkurs im 3. Quartal fortgesetzt“, kommentiert Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG, die Entwicklung. „Noch wichtiger als die gute Erlössituation ist für uns, dass wir den Gewinn unseres Finanz­portals deutlich gesteigert haben. Unsere Website gehört zu den wenigen in Deutschland, die profitabel arbeiten. Insbesondere eine Umsatzrendite im 2-stelligen Prozentbereich ist sicherlich über­durchschnittlich.“

Das Geschäftsfeld Media umfasst die OnVista Media GmbH, eine 100%ige Tochtergesell­schaft der OnVista AG. Das Medienunter­nehmen betreibt und vermarktet das Finanzportal www.onvista.de .

Geschäftsfeld Technologies: Unter Plan

Im Geschäftsfeld Technologies erzielte OnVista in den ersten 9 Monaten 2003 einen Gesamtumsatz von € 6,00 Mio. (9 Mon./02: € 6,82 Mio.). Das entspricht einem Rückgang von 12%. € 5,21 Mio. wurden mit Unternehmen außerhalb des Konzerns erwirtschaftet. In der vergleichbaren Vorjahresperiode hatte der Außenumsatz bei € 6,01 Mio. (-13%) gelegen. Da OnVista Technologies 2002 zusätzlich umsatzäquivalente Einkünfte aus Lizenzverträgen verzeichnete, die nicht in der Position ‚Umsatz’ enthalten waren, summierten sich die gesamten Einnahmen des Geschäftsfelds im 9-Monatszeitraum des Vorjahres auf € 7,69 Mio. Durch den Rückgang auf der Erlösseite und auf-grund von Rückstellungen für fusionsbedingte Restrukturierungsaufwendungen verschlechterte das Geschäftsfeld sein Vorsteuer-Ergebnis auf € -1,79 Mio. (9 Mon./02: € -0,13 Mio.).

Die Anzahl der Lizenzkunden lag zum 30.9.2003 bei 66 (31.12.2003: 58). Neu auf der Kundenliste sind seit dem 3. Quartal 2003 beispielsweise AOL Deutschland und verschiedene Sparkassen.

Ausschlaggebend für das unerwartet deutliche Umsatzminus war, dass OnVista Technologies den durch die Kündigungen des Vorjahres entgangenen Umsatz noch nicht vollständig über Neu­geschäft kompensieren konnte. 2002 mussten einige Kunden ihre Webauftritte oder internen Marktinformationssysteme aufgrund von Sparmaßnahmen einschränken bzw. vollkommen aufgeben. In der Folge hatten sie den von OnVista Technologies bezogenen Leistungsumfang reduziert oder ihre Verträge sogar vollständig gekündigt.

Das Geschäftsfeld Technologies umfasst das IT-Unternehmen OnVista Technologies GmbH und seine dazugehörigen auslän­dischen Vertriebsgesellschaften. OnVista Technologies ist einer der größten europäischen Anbieter von Finanzmarkt-Informations­systemen. Derzeit ein 100%iges Tochterunternehmen der OnVista AG, soll OnVista Technologies in Kürze mit IS Innovative Software, Frankfurt, zur IS.Teledata AG fusioniert werden.

Kosten nahezu konstant gehalten

Die Kosten konnten im Berichtszeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode nahezu konstant gehalten werden ( 2,3%). Die gesamten operativen Kosten des OnVista-Konzerns summierten sich in den ersten 9 Monaten 2003 auf € 11,27 Mio. (9 Mon./02: € 11,02 Mio.). Der Hauptkostenblock Personalaufwand , der sich nach dem in US GAAP üblichen Umsatzkostenverfahren auf verschiedene Kostenpositionen in der Gewinn- und Verlustrechnung verteilt, stieg im Berichtszeitraum um 2,9% auf € 5,77 Mio. (9 Mon./02: € 5,61 Mio.). Darin enthalten sind allerdings Restrukturierungsaufwendungen in der OnVista Technologies GmbH und in der OnVista AG in Höhe von € 0,33 Mio. Ohne diese Sonderaufwendungen wären die Personalkosten um 3,0% zurück­gegangen. Zum 30. September 2003 beschäftigte der OnVista-Konzern 132 fest angestellte Mitarbeiter (vollzeitäquivalente Berechnung; 30.9.2002: 134).

Positiver Cash Flow

Aufgrund des aktiven Forderungsmanagements war der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den ersten 9 Monaten 2003 positiv. Er betrug € 0,38 Mio., nach € 0,80 Mio. in der Vergleichsperiode 2002. Der Konzern Cash Flow lag im Berichtszeitraum bei € 1,38 Mio. (9 Mon./02: € 0,81 Mio.).

Die Liquiditätslage ist nach wie vor äußerst komfortabel: Der Finanzmittelbestand des OnVista-Konzerns betrug zum 30. September 2003 € 26,93 Mio., nach € 27,46 Mio. per 31.12.2002 (-1,9%). Der Cash-Wert je Aktie lag bei € 4,02 (31.12.2002: € 4,10).

Prognose 2003: Deutlich positives Konzern-Ergebnis

Anlässlich der Vorlage der 9-Monatszahlen bekräftigt der Vorstand der OnVista AG die Jahresprognose 2003. Das US GAAP-Konzern-Ergebnis vor Steuern wird im gesamten Geschäftsjahr voraussichtlich deutlich positiv sein. Einerseits wird das Konzern-Ergebnis bis zum Wirksamkeitszeitpunkt der Fusion durch das negative Ergebnis der OnVista Technologies GmbH belastet. Und auch die Beteiligung an der IS.Teledata AG wird 2003 – aufgrund der fusionsbedingten Restrukturierungskosten – noch keinen positiven Ergebnisbeitrag leisten. Andererseits rechnet der Vorstand bei der OnVista Media GmbH mit einem deutlich positiven Beitrag zum Konzern-Ergebnis. Hinzu kommt ein außerordentlicher Ertrag, der das US GAAP-Konzern-Ergebnis erhöht. Er entsteht im Zuge der Fusion durch die Hebung von stillen Reserven aus dem Good­will von OnVista Technologies und ist nicht liquiditätswirksam. Der OnVista-Konzernabschluss wird daher für 2003 einen relativ hohen Gewinn ausweisen, der allerdings zu einem großen Teil buchhalterisch zustande kommt.

„Unser Konzern-Umsatz wird im Gesamtjahr 2003 geringer ausfallen als im Vorjahr (2002: € 12,58 Mio.)“, sagt Finanz­vorstand Schwetje. „Zurückzuführen ist dies zum einen auf den dieses Jahr rückläufigen Umsatz im Geschäftsfeld Technologies und zum anderen auf systematische Änderungen, die die Fusion von OnVista Technologies für die Konzern-Gewinn- und Verlust­rechnung der OnVista AG mit sich bringt.“ Nach Wirksamwerden der Fusion wird die Beteiligung an der IS.Teledata AG nicht mehr vollkonsolidiert, sondern at-equity bilanziert. „Für die OnVista Media GmbH, die 2002 € 3,51 Mio. erlöste, prognostizieren wir 2003 aber einen deutlichen Umsatz-zuwachs, der mindestens im oberen 1-stelligen Prozentbereich liegen wird“, ergänzt Schwetje, der für das Geschäftsfeld Media verantwortlich zeichnet.

Fusion stärkt OnVista-Konzern

„In den kommenden Monaten werden wir die Integration von OnVista Technologies und IS Innovative Software AG mit Hochdruck vorantreiben“, kündigt OnVista-Vorstandssprecher Oidtmann an, der gleichzeitig dem Vorstand der IS.Teledata AG angehört. Für den OnVista-Konzern eröffnet die Fusion neue vielversprechende Perspektiven:OnVista steht damit auf zwei starken Pfeilern, die ab 2004 beide nachhaltig profitabel sein sollen: Nach erfolgreicher Integration wird die fusionierte IS.Teledata AG – aufgrund der verbesserten Marktstellung sowie der zu realisierenden Synergien und Skaleneffekte – ihre Erträge steigern und einen positiven Ergebnisbeitrag zum OnVista-Konzern leisten. Auch die zu 100% im OnVista-Konzern verbleibende OnVista Media GmbH wird weiter wachsen und Gewinne erwirt­schaften. „Hinzu kommt unser Liquiditätspolster, das derzeit ansehnliche Zinserträge abwirft, in Zukunft aber auch zur Nutzung strategischer Optionen in beiden Geschäftsfeldern eingesetzt werden kann“, so Oidtmann.


Alle Zahlen 9-Monats-Konzernabschluss nach US GAAP

Zum vollständigen Quartalsbericht 3/2003

Kennzahlen im Überblick