Köln, 29. August 2003 - Die OnVista AG legt heute ihren 6-Monatsbericht vor. Im ersten Halbjahr 2003 erzielte OnVista einen Konzern-Umsatz nach US GAAP von € 5,59 Mio., nach € 5,60 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit ist der Umsatz nahezu unverändert geblieben (-0,2%). Bezogen auf das zweite Quartal 2003 lag der Konzern-Umsatz bei € 2,76 Mio. Das sind 2,7% weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal (Q2/02: € 2,83 Mio.).
Im ersten Halbjahr 2003 verzeichnete OnVista planmäßig ein negatives Konzern-Ergebnis nach Steuern. Es lag bei € -0,33 Mio., nach € -0,28 Mio. im Vergleichszeitraum. Das Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf € -0,89 Mio. (6 Mon./02: € -0,17 Mio.). Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag in der ersten Jahreshälfte 2003 bei € -1,55 Mio. (6 Mon./02: € -0,89 Mio.). Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) entsprach € -0,15 Mio.(6 Mon./02: € 0,31 Mio.). Bezogen auf das zweite Quartal 2003 erzielte OnVista ein Nachsteuer-Ergebnis von € -0,33 Mio. (Q2/02: T€ 18) und ein Vorsteuer-Ergebnis von € -0,66 Mio. (Q2/02: € 0,11 Mio.). Das EBIT lag im zweiten Quartal 2003 bei € -0,97 Mio. (Q2/02: € -0,29 Mio.). Das EBITDA belief sich auf € -0,21 Mio. (Q2/02: € 0,31Mio.).
Die Stagnation des Umsatzes und der Fehlbetrag im Konzern-Abschluss resultierten aus der unverändert schwierigen Nachfragesituation im Geschäftsfeld Technologies. Das zweite Geschäftsfeld, Media, legte dagegen bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu.
Fusion stärkt OnVista-Konzern
„Die Zahlen des 6-Monatsberichts liegen im Rahmen unserer Erwartungen. Aufgrund der bevorstehenden Fusion unserer Tochterfirma OnVista Technologies GmbH mit der IS Innovative Software AG zur IS.Teledata AG ist das Bild der ersten Jahreshälfte jedoch wenig aussagekräftig für die zukünftige Entwicklung“, erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. „Für das Gesamtjahr 2003 erwarten wir ein deutlich positives Konzern-Ergebnis vor Steuern. Wir stehen auf zwei starken Pfeilern, die ab 2004 beide nachhaltig profitabel sein werden“, kündigt Oidtmann an. Nach erfolgreicher Integration werde die fusionierte IS.Teledata AG – aufgrund der verbesserten Marktstellung und der zu realisierenden Synergien – seine Erträge steigern und einen positiven Ergebnisbeitrag zum OnVista-Konzern leisten. Auch die 100%-Tochter OnVista Media werde weiter wachsen und Gewinne erwirtschaften. Oidtmann weiter: „Hinzu kommt unser Liquiditätspolster, das derzeit ansehnliche Zinserträge abwirft, in Zukunft aber durchaus zur Nutzung strategischer Optionen in beiden Geschäftsfeldern eingesetzt werden kann.“
Geschäftsfeld Media: Profitabel gewachsen
Der Konzern-Umsatz verteilte sich in der ersten Jahreshälfte 2003 zu 64% auf das Geschäftsfeld Technologies (6 Mon./02: 70%), zu 36% (30%) auf das Geschäftsfeld Media und zu weniger als 1% (0%) auf das Segment Corporate Services.
Im Geschäftsfeld Media konnte OnVista den Gesamtumsatz um 19% auf € 2,01 Mio. steigern. Im ersten Halbjahr 2002 hatte er noch bei € 1,69 Mio. gelegen. Der reine Außenumsatz lag mit€ 1,99 Mio., ebenfalls deutlich ( 18%) über den externen Umsätzen des Vergleichshalbjahres(6 Mon./02: € 1,68 Mio.). Das Vorsteuer-Ergebnis ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002(6 Mon./02: € 0,16 Mio.) um 125% gewachsen und betrug im Berichtszeitraum € 0,35 Mio.
„Bei OnVista Media blicken wir auf eine sehr erfolgreiche erste Jahreshälfte zurück“, kommentiert Michael W. Schwetje, Vorstand Finanzen und Media der OnVista AG, die Entwicklung. „Noch wichtiger als die gute Erlössituation ist für uns, dass wir den Gewinn unseres Finanzportals mehr als verdoppelt haben. Unsere Website gehört zu den wenigen in Deutschland, die profitabel arbeiten. Auch eine Umsatzrendite im zweistelligen Prozentbereich ist sicherlich überdurchschnittlich.“
Das Geschäftsfeld Media umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen betreibt und vermarktet das Finanzportal www.onvista.de.
Geschäftsfeld Technologies: Entgangener Umsatz noch nicht vollständig kompensiert
Im Geschäftsfeld Technologies erzielte OnVista im ersten Halbjahr 2003 einen Gesamtumsatz von € 4,11 Mio. (6 Mon./02: € 4,46 Mio.). Das entspricht einem Rückgang von 7,7%. € 3,57 Mio. wurden mit Unternehmen außerhalb des Konzerns erwirtschaftet. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte der Außenumsatz bei € 3,91 Mio. (-8,7%) gelegen. Da OnVista Technologies 2002 zusätzlich umsatzäquivalente Einkünfte aus Lizenzverträgen verzeichnete, die nicht in der Position Umsatz enthalten waren, summierten sich die gesamten Einnahmen des Geschäftsfelds im ersten Halbjahr des Vorjahres auf € 5,03 Mio. Aufgrund der rückläufigen Erlöse verzeichnete das Geschäftsfeld ein Vorsteuer-Ergebnis von € -0,83 Mio. (6 Mon./02: € -0,24 Mio.).
Ausschlaggebend für den Rückgang war, dass einige Kunden ihre Webauftritte oder internen Marktinformationssysteme im vergangenen Jahr aufgrund von Sparmaßnahmen eingeschränkt hatten bzw. vollkommen aufgeben mussten. In der Folge reduzierten sie den von OnVista bezogenen Leistungsumfang oder kündigten ihre Verträge sogar vollständig. Den durch Kündigungen entgangenen Umsatz konnte OnVista Technologies nur zum Teil über Neugeschäft kompensieren. Die Anzahl der Lizenzkunden stieg im zweiten Quartal 2003 per Saldo von 60 (31.3.2003) auf 65 zum 30.6.2003. Neu auf der Kundenliste sind beispielsweise AM Generali, die Münchner Rück und T-Online.
Das Geschäftsfeld Technologies umfasst das IT-Unternehmen OnVista Technologies GmbH und seine dazugehörigen ausländischen Vertriebsgesellschaften. OnVista Technologies ist einer der größten europäischen Anbieter von Finanzmarkt-Informationssystemen
Kosten konstant gehalten
Die Kosten konnten im ersten Halbjahr 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum konstant gehalten werden. Die gesamten operativen Kosten des OnVista-Konzerns summierten sich im Berichtshalbjahr auf € 7,17 Mio. (6 Mon./02: € 7,39 Mio.). Das entspricht einem leichten Rückgang von 2,9%. Der Hauptkostenblock Personalaufwand verringerte sich im Berichtshalbjahr um 4,0% auf € 3,64 Mio. (6 Mon./02: € 3,79 Mio.). Zum 30. Juni 2003 beschäftigte OnVista 138 Mitarbeiter (vollzeitäquivalente Berechnung; 30.6.2002: 144). Der Personalaufwand verteilt sich nach dem in US GAAP üblichen Umsatzkostenverfahren in der Gewinn- und Verlustrechnung auf verschiedene Kostenpositionen.
Erneut positiver Cash Flow
Im ersten Halbjahr 2003 verzeichnete OnVista erneut einen positiven Konzern Cash Flow. Er verbesserte sich von € -0,01 Mio. in der ersten Hälfte des Vorjahres auf € 1,16 Mio. im Berichtszeitraum. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2003 € -0,17 Mio., nach € 0,10 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
Der Finanzmittelbestand des OnVista-Konzerns betrug zum 30. Juni 2003 € 26,72 Mio., nach€ 27,46 Mio. per 31.12.2002 (-1,9%). Der Cash-Wert je Aktie lag bei € 3,99 (31.12.2002: € 4,10).
Prognose 2003: Deutlich positives Konzern-Ergebnis
Nachdem die Verschmelzung von OnVista Technologies mit IS Innovative Software vollzogen ist, wird die 31,5%-Beteiligung an dem fusionierten IT-Unternehmen IS.Teledata AG nicht mehr vollkonsolidiert, sondern ‚at equity’ in den Konzern-Abschluss einbezogen. „Für den Jahresabschluss 2003 bedeutet dies, dass der Konzern-Umsatz optisch geringer aussehen wird als im Vorjahr, denn der Umsatz der OnVista Technologies GmbH wird lediglich bis zum Wirksamkeitszeitpunkt der Verschmelzung darin enthalten sein“, erläutert Oidtmann. „Da das Datum des Handelsregistereintrags von uns nicht beeinflussbar ist, ist derzeit nicht konkret prognostizierbar, ab wann die Änderung der Bilanzierung greift und welche Höhe der Konzern-Umsatz im Gesamtjahr erreichen wird“, führt Oidtmann aus. „Für die OnVista Media GmbH, die im letzten Jahr € 3,51 Mio. erlöste, prognostizieren wir 2003 aber einen deutlichen Umsatzzuwachs, der mindestens im oberen einstelligen Prozentbereich liegen wird“, ergänzt OnVista-Vorstand Schwetje, in dessen Verantwortungsbereich das Medienunternehmen liegt.
Das US GAAP-Konzern-Ergebnis vor Steuern wird im laufenden Geschäftsjahr deutlich positiv sein. Zwar erwartet der Vorstand wegen der anfallenden Integrationskosten bei IS.Teledata 2003 noch keinen positiven Ergebnisbeitrag durch die Beteiligung. Und auch bei der OnVista AG selbst werden Restrukturierungskosten – vor allem Abfindungen für einige ausscheidende Mitarbeiter – anfallen, die das Ergebnis belasten. Jedoch wird die OnVista Media GmbH profitabel sein. Hinzu kommt ein außerordentlicher Ertrag, der das US GAAP-Konzern-Ergebnis erhöht. Er entsteht im Zuge der Fusion durch die Hebung von stillen Reserven aus dem Goodwill von OnVista Technologies und ist nicht liquiditätswirksam.
Alle Zahlen: 6-Monats-Konzernabschluss nach US-GAAP
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