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Archiv Pressemitteilungen

OnVista - 2008

OnVista Fondsanleger-Umfrage 2007

Fondskäufer setzen mit Emerging Markets auf Risikostreuung

Köln, 19. März 2008.- Fondsanleger bevorzugen Fonds, die ganze Märkte abbilden, gegenüber Länder- oder Branchenfonds. Beliebtester Themenschwerpunkt bei Aktien- und Branchenfonds ist der Bereich Emerging Markets. Das ist ein wesentliches Ergebnis der OnVista Fondsanleger-Umfrage, an der rund 1.700 Fondskäufer teilnahmen. Die Umfrage zeigt, dass die Abgeltungssteuer für die meist langfristig orientierten Fondsanleger kaum ein Grund ist, ihre Anlagestrategien zu ändern. „Privatanleger sind nach wie vor nicht ausreichend über die steuerlichen Veränderungen informiert“, so Lars Merle, Leiter Sales beim Finanzportal OnVista . „Zwar bringen die Fondsgesellschaften zahlreiche steueroptimierte Produkte auf den Markt, jedoch sollten sie Anleger intensiver über die Abgeltungssteuer aufklären“. Die OnVista-Umfrage untersuchte insbesondere das Anlage- und Informationsverhalten von Fondskäufern.

Minimales Risiko – minimale Kosten

Die Investition in ganze Märkte ist eine beliebte Strategie, Risiken zu streuen. Wichtigstes Entscheidungskriterium beim Fondserwerb ist für mehr als die Hälfte der Befragten der Anlageschwerpunkt eines Fonds sowie die Fondsregion. Gefragteste Themenschwerpunkte sind Emerging Markets (57,9%) sowie Rohstoffe und Energien (53,7 %). 4,9% der Anleger zeigen sich risikofreudiger und investieren in die so genannten Next 11 – Schwellenländer wie Mexiko, Vietnam und Nigeria. Aber auch ETFs stehen bei Fondsanlegern hoch im Kurs. 14,2% haben ETFs bereits als clevere Alternative zu Investmentfonds für sich entdeckt, 19,2% wollen zukünftig darin investieren. Neben der Risikominimierung machen vor allem die niedrigen Verwaltungsgebühren und der fehlende Ausgabeaufschlag den Kauf von ETFs besonders attraktiv. Denn bei einer Kaufentscheidung handeln die Befragten äußerst kostenbewusst und achten vor allem auf die Höhe des Ausgabeaufschlags (41,7%) sowie weitere anfallende Kosten und Gebühren (41%).

Abgeltungssteuer hat wenig Einfluss auf Anlagestrategien

Für knapp die Hälfte der Befragten Fondsanleger ist die Abgeltungsteuer kein Anlass, ihre Anlagestrategie zu ändern. Da viele der Befragten langfristig investiert und deshalb weniger von der Abgeltungssteuer betroffen sind, ist ihnen die Rendite wesentlich wichtiger als die Vermeidung der Abgeltungssteuer. 72,1% besitzen schon länger als 5 Jahre Fonds, mehr als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Fondsanteile weiter halten zu wollen. Ein weiterer Grund, warum die Befragten ihre Strategien nicht ändern wollen, könnte aber auch in dem nach wie vor bestehenden Informationsbedürfnis der Fondsanleger liegen. 22,8% der Befragten haben sich bisher noch nicht über die Abgeltungssteuer informiert. 18,4% wollen in den nächsten Monaten in Investmentfonds umschichten. Nur 14,0% haben vor, in spezielle Fondsprodukte zur Vermeidung der Abgeltungssteuer zu investieren.

Ausländische Fondsgesellschaften sehr geschätzt

Ausländische Fondsgesellschaften stehen bei Fondsanlegern hoch im Kurs. Neben dem Spitzenreiter DWS gehören nach Meinung der Befragten vor allem ausländische Anbieter wie Fidelity und Franklin Templeton zu den besten Fondsgesellschaften. Erst auf dem 6. Platz findet sich mit Union Investment wieder eine deutsche Fondsgesellschaft. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Fondsbesitz: Auch hier liegt DWS (51,7%) an erster Stelle, gefolgt von Fidelity (40,6%). Franklin Templeton und Deka teilen sich mit je 22,6% den dritten Platz. Beliebteste Banken beim Fondskauf sind Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken (30,6% und 30,4%) vor der Deutschen Bank (16,3%). Unter den Direktbanken liegt die ING Diba mit 31,9% an erster Stelle vor der DAB-Bank (21,6%), gefolgt von der Comdirect Bank (19,4%).

Online-Medien gewinnen weiter an Bedeutung

Fondsanleger decken ihren Informationsbedarf vorzugsweise über unabhängige Internetseiten (78,9%). Beim Finanzportal OnVista informieren sich 93,7% der Befragten (hier ist zu berücksichtigen, dass die Umfrage auf www.onvista.de durchgeführt wurde).Weitere wichtige Informationsquellen sind Zeitungen und Zeitschriften (66,3%), gefolgt von den Internetseiten der Fondsgesellschaften. Weniger wichtig als Informationsquelle sind dagegen die Mitarbeiter einer Bank oder Sparkasse (25,8%), Makler, Vermittler und Vermögensberater ziehen nur 15,1% zu Rate.

Insgesamt haben 1.737 Personen an der OnVista Fonds-Umfrage teilgenommen. Sie wurde vom 23 Juli bis 10. September 2007 auf dem Finanzportal www.onvista.de in den Rubriken „Fonds“ und „ETFs“ durchgeführt. Rund 86% der Befragten sind Privatanleger, 93% sind männlich. Über 35% aller Teilnehmer haben ein Netto-Einkommen von mindestens 3.000 €. Auf Anfrage stellt OnVista Journalisten eine ausführliche Fassung der Umfrageergebnisse zur Verfügung.