Frankfurt am Main, 18. April 2007.- Nach einem äußerst erfolgreichen Geschäftsjahr 2006 und der im März 2007 abgeschlossenen Akquisition des Online-Werbevermarkters Ad2Net legte der Vorstand der OnVista AG heute seine überarbeitete Prognose 2007 vor: „Dieses Jahr wollen wir den Umsatz von 14 auf rund 24 Millionen € steigern. Das entspricht einer Steigerung von gut 70%. Das operative Ergebnis wollen wir in etwa verdoppeln auf 3 Millionen €.“ Das gab Michael W. Schwetje, Vorstand der OnVista AG, auf der heutigen Jahres-Pressekonferenz in Frankfurt bekannt. Für die kommenden Jahre solle das dynamische Wachstum mit überproportionalen Ergebnissteigerungsraten anhalten: „In den kommenden vier Jahren wollen wir unsere Erlöse mindestens verdreifachen. Für 2010 peilen wir einen Umsatz zwischen 42 und 50 Millionen € an“, kündigte Schwetje an. „Die EBIT-Marge werden wir kontinuierlich verbessern: von knapp 11% im vergangenen Jahr auf rund 20% in 2010. Damit erwarten wir im Jahr 2010 ein operatives Ergebnis zwischen 8,4 und 10 Millionen €.“
Als externe Gründe für die positiven Aussichten führte Schwetje insbesondere die zunehmende Bedeutung des Internets, gerade auch als Werbeträger, an. Das starke Wachstum von Online-Werbung wird sich nach Expertenschätzungen in den kommenden Jahren fortsetzen. Denn gemessen an seiner Bedeutung als Medium ist der Anteil des Internets am Gesamtwerbekuchen noch immer klein (Anteil an der Mediennutzung 15%, Anteil am Werbemix 9%). 2007 erwartet der Branchenverband BVDW ein Wachstum des Online-Werbemarktes um gut 30% auf rund € 2,5 Mrd.
Schwetje untermauerte seinen Anspruch aber vor allem mit einer dreigeteilten Innovationsoffensive, die OnVista gestartet hat. Diese umfasst Innovationen im bestehenden Geschäft, Akquisitionen und die Investition in völlig neue, eigenständig zu entwickelnde Internet-Geschäftsmodelle. Alle Aktivitäten zielen auf Wachstum und Diversifikation ab. „Es ist unser erklärtes Ziel, nicht nur stark zu wachsen und unsere Profitabilität zu erhöhen, sondern die OnVista Group auch zu einem breiter aufgestellten Internet-Unternehmen auszubauen“, hob Schwetje hervor.
„Mit unseren vier Marken – OnVista, Onmeda, Ligatus und Ad2Net – sind wir hervorragend positioniert. Organische Wachstumsmöglichkeiten werden wir hier entschlossen wahrnehmen“, erklärte Schwetje. In allen Profit Centern werde an größeren Innovationen gearbeitet. So soll beispielsweise noch im zweiten Quartal 2007 das Finanzportal OnVista, bislang ein reines Informationsportal, um Brokerage-Funktionalitäten erweitert werden. Hierzu hat OnVista eine Kooperation mit E*TRADE geschlossen, einem der weltweit größten und erfahrensten Online-Broker. Durch eine tiefe Integration in die Website können OnVista-Nutzer, die Kunden bei E*TRADE sind oder werden, nach einmaligem Einloggen Wertpapiere direkt von den Wertpapier-Informationsseiten bei www.onvista.de aus kaufen oder verkaufen. OnVista ist an den Erlösen beteiligt, die E*TRADE mit den über OnVista generierten Kunden erzielt.
Auch anorganisch will die OnVista Group weiter wachsen. Nach dem Kauf des Online-Werbevermarkters Ad2Net AG im März sei OnVista auf der Suche nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten, bekräftigte Schwetje. Allerdings wolle man sich zunächst auf die Integration von Ad2Net in die OnVista Group konzentrieren, bevor man weitere Firmenkäufe unter Dach und Fach bringe. Der nach Zahlung des Kaufpreises von € 4,5 Mio. bei rund € 10 Mio. liegende Finanzmittelbestand gebe hierfür Raum. Dabei habe man zukünftig in erster Linie werbefinanzierte Websites im Blick, die eine stärkere Diversifikation innerhalb des Portalgeschäfts ermöglichen. Bislang ist die OnVista Group mit dem Finanzportal OnVista und dem Gesundheitsportal Onmeda in zwei thematischen Feldern präsent. „Wir suchen ausschließlich Investments zu angemessenen Bewertungen“, betonte OnVista-Vorstand Schwetje. „Überzogene Preise, wie sie derzeit aufgrund des Web-2.0-Hypes teilweise gezahlt werden, kommen für uns nicht in Frage. Dann würden wir Eigenentwicklungen den Vorzug geben.“
Darüber hinaus, erklärte Schwetje, arbeite die OnVista Group auch an völlig neuen Geschäftsideen: „Ich bin überzeugt, dass das Internet noch immer am Anfang seines Lebenszyklus steht. In den nächsten Jahren erwarte ich nachhaltige Veränderungen, die Raum für heute noch unbekannte Geschäftsmodelle bieten.“ Diese Chancen wolle die OnVista Group nutzen. Sie sei systematisch auf der Suche nach erfolgversprechenden Internet-Geschäftsideen jenseits von werbefinanzierten Portalen und plane, in Zukunft verschiedenste Geschäftsideen zu konzipieren und umzusetzen. „Nicht jede dieser Ideen muss für sich gesehen durchschlagenden Erfolg haben, jedoch legen wir Wert auf ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis“, erläuterte Schwetje die Herangehensweise. „In Summe versprechen wir uns davon, die OnVista Group breiter aufzustellen, die Dominanz des erfolgreichen Finanzportals zu reduzieren und die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt zu verringern. Ganz konkret planen wir für 2007 den Launch mindestens eines neuen Internet-Geschäftsmodells, das – anders als unser derzeitiges Produktportfolio – nicht primär auf Werbung basiert.“
Im Geschäftsjahr 2006 hatte die OnVista Group den Umsatz rein organisch um 44% auf € 14,06 Mio. gesteigert. Alle Ergebniskennzahlen konnten überproportional verbessert werden: Das EBIT stieg um 84% auf € 1,53 Mio., das Ergebnis vor Steuern um 70% auf € 2,72 Mio. Der gemeinsame Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sieht eine Ausschüttung von € 0,10 vor.
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