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OnVista AG - 2005

Beteiligungsverkauf abgeschlossen

IS.Teledata-Beteiligung veräußert / Cash-Wert je Aktie steigt auf € 5,79

Köln, 12. Dezember 2005.- Heute hat die OnVista AG den am 9. November 2005 angekündigten Verkauf ihrer 36%-Beteiligung an dem IT-Unternehmen IS.Teledata AG abgeschlossen. Nach der Genehmigung durch das Kartellamt wurden die Aktien heute dem Käufer, der Interactive Data Corporation (NYSE: IDC), Bedford, Mass., USA, übergeben, und der größte Teil des Kaufpreises (€ 17,1 Mio.) wurde an die OnVista AG überwiesen. Damit fließen der OnVista AG noch im Dezember Barmittel in Höhe von € 15,3 Mio. zu. Die restlichen € 1,8 Mio. werden zur Absicherung von abgegebenen Garantien für zwei bis vier Jahre auf einem verzinslichen Treuhänderkonto hinterlegt.

Finanzmittelbestand wächst auf über € 38 Mio.

Durch den unmittelbaren Cash-Zufluss erhöht sich der Finanzmittelbestand der OnVista AG im ersten Schritt auf € 38,8 Mio. Allein daraus errechnet sich ein Cash-Wert je Aktie von € 5,79. Hinzu kommen die treuhänderisch verwalteten € 1,8 Mio. (€ 0,27 je Aktie). Die OnVista-Aktie notiert aktuell bei € 7,79 (Xetra-Schlusskurs vom 11.12.2005). Bei 6,7 Mio. Aktien beträgt die Marktkapitalisierung € 52,2 Mio. Damit ist das stark wachsende und profitable operative Geschäft der OnVista Group lediglich mit € 13,4 Mio. bzw. € 11,6 Mio. bewertet.

„Durch die Trennung von IS.Teledata können wir uns in Zukunft auf unsere Internetaktivitäten fokussieren“, erläutert Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. „Gleichzeitig ist es uns nun möglich, den inneren Wert unseres Unternehmens transparenter zu machen. Dieser wurde bislang aufgrund der komplizierten Konstruktion des Konzerns am Markt nicht hinreichend wahrgenommen.“

Der OnVista-Konzern besteht nach der Transaktion aus den Segmenten Media und Corporate Services. Im Geschäftsfeld Media sind die Internetaktivitäten des Unternehmens gebündelt, nämlich die werbefinanzierten Online-Portale (Finanzportal OnVista, Gesundheitsportal Onmeda) und das Performance-Marketing-Geschäft (Ligatus). Dieses Geschäftsfeld wächst stark und erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2005 einen Umsatz von € 6,86 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern von € 1,36 Mio. Das Segment Corporate Services besteht im Wesentlichen aus der Holdinggesellschaft OnVista AG. Letztere nimmt fast ausschließlich mit der Börsennotierung verbundene Aufgaben wahr. Außerdem fließen diesem Segment die Zinserträge aus dem Finanzmittelbestand zu. In den ersten neun Monaten 2005 entstand hier ein leicht negatives Ergebnis vor Steuern von € -0,11 Mio.

Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2005

Die Beteiligung an der IS.Teledata AG wurde über die 100%-Tochter OnVista Beteiligungs-Holding GmbH gehalten und at-equity im OnVista-Konzernabschluss bilanziert. Der Buchwert der Beteiligung belief sich zum 30.9.2005 auf € 17,56 Mio., das entspricht rund 36% der Bilanzsumme. In den ersten neun Monaten 2005 ergab sich für die OnVista Group ein Beteiligungsergebnis von € 0,47 Mio. Für das Geschäftsjahr 2005 hatte OnVista ursprünglich ein positives Beteiligungsergebnis im mittleren sechsstelligen Eurobereich prognostiziert. Aufgrund eines mit dem Verkauf verbundenen geringen außerordentlichen Verlusts von € 0,44 Mio. – die Beteiligung wird leicht unterhalb des Buchwerts veräußert – wird dieses nun nur noch leicht positiv sein. Im HGB-Einzelabschluss der OnVista AG ergibt sich dagegen ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von € 0,68 Mio.

Trotz des nur noch leicht positiven Ergebnisses im Segment Technologies konnte die OnVista AG ihre Konzern-Jahresprognose 2005 deutlich anheben. Wie im November angekündigt, erwartet der Vorstand nun für das Gesamtjahr einen Konzernumsatz von deutlich über € 9 Mio. und ein Konzernergebnis vor Steuern von mehr als € 1,5 Mio. (vorherige Prognose: Umsatz € 8 Mio., Vorsteuerergebnis € 1,38 Mio.). Grund ist das außerordentlich erfolgreiche operative Geschäft im Segment Media.

Da der in der Steuerbilanz entstehende Erlös aus dem Verkauf mit dem vollen Satz versteuert werden muss, wird das Konzernergebnis nach Steuern (IFRS) durch einen einmaligen Sondereffekt in Höhe von rund € 1,5 Mio. belastet. Aus diesem Grund wird das Konzern-Nachsteuerergebnis und damit auch das Ergebnis je Aktie 2005 aller Wahrscheinlichkeit nach negativ ausfallen. Im – für die Dividendenfähigkeit relevanten – AG-Einzelabschluss nach HGB wird das Ergebnis vor und nach Steuern jedoch voraussichtlich positiv sein.

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