Köln, 7. März 2005. -Die OnVista Group hat das Geschäftsjahr 2004 überaus erfolgreich abgeschlossen. Nach den heute vorgelegten Zahlen konnte OnVista die im Jahresverlauf mehrmals angehobene Umsatzprognose übertreffen und wie angekündigt einen deutlichen Gewinn erwirtschaften. Die beiden wichtigsten strategischen Entscheidungen der letzten zwei Jahre, dieFusion im Geschäftsfeld Technologies und die Akquisition im Geschäftsfeld Media, haben unsere Erwartungen voll erfüllt", so Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. „Wir haben unsere Marktposition in beiden Geschäftsfeldern verbessert, unseren Umsatz deutlich gesteigert und ansehnliche Erträge erwirtschaftet." Daraus resultierte ein Konzernergebnis vor Steuern von € 0,92 Mio. Für 2005 prognostiziert das Kölner Unternehmen einen Ergebniszuwachs von 50%.
Die OnVista Group erwirtschaftete 2004 einen Konzernumsatz von € 6,95 Mio. (nach fusionsbedingter Entkonsolidierung der OnVistaTechnologies GmbH: nur noch Umsätze aus dem Geschäftsfeld Media). Das entspricht einem Plus von 53% gegenüber dem entsprechenden Wert des Vorjahres (Konzernumsatz abzgl. Segment Technologies: € 4,56Mio.). DerOnVista-Vorstand hatte anlässlich der Vorlage des Jahresabschlusses 2003 vor einem Jahr lediglich mit einem Erlöszuwachs im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet und seine Prognose zuletzt auf über € 6,7 Mio. angehoben. Im Vergleich zu dem im Geschäftsbericht 2003 ausgewiesenen Konzernumsatz (inkl. Segment Technologies: € 10,84 Mio.) ergibt sich ein rechnerischer Rückgang um 36%.
Das Konzernergebnis, das im Vorjahr lediglich aufgrund eines hohen nicht-liquiditätswirksamen Ertrags einen Gewinn zeigte, ist im Berichtsjahr – ohne buchhalterische Sondereffekte – deutlich positiv ausgefallen. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug € 0,92 Mio. (Vj.: € 7,50 Mio., inkl. Sonderertrag i.H.v. € 12,06 Mio.). Daraus errechnet sich eine Vorsteuerrendite von 13%. Nach Steuern verblieb ein Konzernüberschuss von € 0,42 Mio. (Vj.: € 5,73 Mio., inkl. Sonderertrag i.H.v. € 12,06 Mio.). Das Ergebnis je Aktie lag bei € 0,06 (Vj.: € 0,86). Operativ zeigte sich die Verbesserung besonders deutlich: Nach drei Jahren mit teilweise tiefroten operativen Ergebnissen erwirtschaftete die OnVista Group ein EBIT von T € 17 (Vj.: € -5,07 Mio.) und ein EBITDA von € 0,54 Mio. (Vj.: € -1,31 Mio.). Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sieht vor, den Bilanzgewinn der OnVista AG (Einzelabschlussnach HGB: Bilanzgewinn € 0,92 Mio., davon € 0,54 Mio.Jahresüberschuss) auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Geschäftsfeld Media wurden Umsatz und Ergebnis erneut stark gesteigert. Das Geschäftsfeld Media umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen betreibt und vermarktet hochwertige Special-Interest-Portale im Internet, nämlich www.onvista.de und www.medicine-worldwide.de .
Im Geschäftsjahr 2004 verzeichnete OnVista Media einen Umsatzsprung: Der Segmentumsatz stieg von € 4,52 Mio. im Vorjahr auf € 6,95 Mio. Das entspricht einem Zuwachs von 54%. Auch der Gewinn konnte erneut signifikant gesteigert werden: Das Segmentergebnis des Geschäftsfelds Media legte im Berichtszeitraum um 41% auf € 0,84 Mio. (Vj.: € 0,60 Mio.) zu.
„OnVista Media hat sich sehr dynamisch entwickelt und äußerst rentabel gearbeitet", kommentiert Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG, die Zahlen. „Den Erlöszuwachs von rund € 2,5 Mio. haben wir vor allem durch gestiegene Werbeeinnahmen bei unserem Finanzportal OnVista erzielt. Beigetragen zum Wachstum hat natürlich auch unser Gesundheitsportal Medicine-Worldwide." Die Website www.medicine-worldwide.de, deren Umsätze der OnVista Group seit März 2004 zugerechnet werden,steuerte plangemäß Erlöse im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich bei. Am 1. März 2004 hatte die OnVista AG das Gesundheitsportal Medicine-Worldwide gekauft, um eine neue Umsatzquelle für OnVista Media zu erschließen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Finanzumfeld zu verringern.
„Für Wachstum gesorgt haben aber auch erfolgsabhängig vergütete Direktmarketing-Kampagnen", betont Schwetje. Hierbei handelt es sich um überwiegend vertriebsunterstützende Werbeformen, die OnVista für seine Kunden nicht nur auf eigenen Websites, sondern auch auf denen von Kooperationspartnern wie Spiegel Online oder n-tv online einsetzt. Das Ziel dieser Kampagnen ist, neue Abnehmer für Produkte zugewinnen, beispielsweise Kreditkarten, Spezialfonds oder Online-Sparkonten.
Im Geschäftsfeld Technologies ist das IT-Geschäft der OnVista Group organisiert. Es besteht aus einer Beteiligung der OnVista AG in Höhe von 36% an der IS.Teledata AG, die Ende 2003 aus der Fusion der OnVista Technologies GmbH mit der IS Innovative Software AG hervorgegangen ist. IS.Teledata ist Europas größter Anbieter von internetbasierten Finanzmarkt-Informations-Systemen. Nachdem das Geschäftsfeld Technologies im Vorjahr operativ hoch defizitär war und nur aufgrund des fusionsbedingten Sonderertrags unter dem Strich positiv ausfiel, gelang nach der Fusion der Turnaround. Die IS.Teledata AG erzielte 2004 einen Konzernumsatz von € 35,74 Mio. Das entspricht einem leichten Plus gegenüber dem Proforma-Umsatz des Vorjahres (€ 35,32Mio.). Der IS.Teledata-Umsatz fließt aufgrund der Equity-Bilanzierung nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der OnVista AG ein. Das Konzernergebnis vor Steuern war mit € 1,95 Mio. positiv. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei € 0,93 Mio.
OnVista als 36%-Aktionär kommt ein entsprechender Anteil dieses Nachsteuerergebnisses zu. Davon abgezogen werden im OnVista-Konzernabschluss planmäßige Abschreibungen auf stille Reserven im immateriellen Vermögen der IS.Teledata AG, die im OnVista-Konzernabschluss regelmäßig vorgenommen werden müssen (2004: € 0,33 Mio.). Dadurch ergab sich im Geschäftsfeld Technologies ein Segmentergebnis vonT € -4. Aufgrund der unerwartet hohen Steuerquote bei IS.Teledata ist das Segmentergebnis anders als prognostiziert nur neutral ausgefallen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Ergebnissituation jedoch mehr als deutlich verbessert. Operativ wurde klar die Gewinnzone erreicht. 2003 verzeichnete das Geschäftsfeld noch ein tiefrotes operatives Ergebnis(EBIT) von € -2,64 Mio. Das Segmentergebnis war 2003 nur aufgrund eines fusionsbedingten, buchhalterischen Effekts in Höhe von € 12,06 Mio. positiv (€ 9,47 Mio.).
„Mit der operativen Entwicklung unserer Beteiligung sind wir sehr zufrieden", sagt OnVista-Vorstandssprecher Oidtmann, der gleichzeitig Finanzvorstand der IS.Teledata AG ist. „IS.Teledata konnte in einem nach wie vor schwierigen Markt neue Kunden gewinnen und das Geschäft bei bestehenden ausweiten. Aufgrund der verbesserten Marktposition des fusionierten Unternehmens war es möglich, den Preisdruck zu mindern und die Margen im Stammgeschäft – endkundenorientierte Website-und Intranet-Anwendungen für Online-Broker, Banken und Medienunternehmen– zu stabilisieren. Dadurch konnte IS.Teledata sich darauf konzentrieren, weiter in das neue Segment der Anwendungen für professionelle User vorzudringen." Neben der daraus resultierenden Umsatzsteigerung sei es der IS.Teledata AG bereits im ersten Jahr des echten Zusammenarbeitens gelungen, einen großen Teil der fusionsbedingten Synergien zu realisieren und die Kostenseite zu entlasten.
Neben den beiden operativen Geschäftsfeldern umfasst die OnVista Group das Segment Corporate Services, das im Wesentlichen aus der Holding OnVista AG besteht. Die OnVista AG wurde nach der Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH deutlich verschlankt und nimmt seit 2004 fast ausschließlich mit der Börsennotierung verbundene Aufgaben wahr. Außerdem fließen diesem Segment die Zinserträge aus dem Finanzmittelbestand zu. Das Segmentergebnis war mit T € 81 anders als im Vorjahr (€ -2,56 Mio.) leicht positiv.
Aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs erhöhte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 1,22 Mio. im Vorjahr auf € 2,05 Mio. im Berichtsjahr. Einen Mittelabfluss verzeichnete die OnVista Group dagegen im Investitionsbereich. Hier wirkten sich der Kauf weiterer Vorzugsaktien an der IS.Teledata AG (Erhöhung des Anteils von 31,5% auf 36,0%) sowie der Kauf des Gesundheitsportals aus. Unter dem Strich lag der Konzern-Cashflow im Berichtszeitraum bei € -2,08 Mio. (Vj.: € -1,87 Mio.).
Der Finanzmittelbestand der OnVista Group (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) betrug zum 31. Dezember 2004 € 22,61 Mio. (Vj.: €24,99Mio.). Auch nach den 2004 getätigten Investitionen ist die Liquiditätslage äußerst komfortabel. Der Cash-Wert je Aktie lag zum 31. Dezember 2004 bei € 3,38 (Vj.: € 3,73). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtszeitraums 95% (Vj.: 96%).
Im Jahr 2005 will die OnVista Group weiter wachsen und ihre Profitabilität erhöhen. „Aus rein organischem Wachstum, also ohne Akquisitionen, gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einer nochmals zweistelligen Erlössteigerung aus und sollten bei einem Konzernumsatz von gut € 8Mio. landen", kündigt Vorstandssprecher Oidtmann an. Das entspräche einem Plus von rund 15% gegenüber dem Jahr 2004. Beim Konzernergebnis vor Steuern prognostiziert der OnVista-Vorstand einen Zuwachs um etwa 50% im Vergleich zu 2004 (€0,92 Mio.).
Der – mit dem Konzernumsatz identische – Umsatz im Geschäftsfeld Media wird zum größten Teil aus dem Finanzportal www.onvista.de stammen. „Beim Finanzportal planen wir erneut höhereErlöse – ein ambitioniertes Ziel,wenn man bedenkt, dass 2004 ein sehr gutes Jahr war", kommentiert der für das Geschäftsfeld verantwortliche Vorstand Schwetje. „Eine weitere große Herausforderung besteht im Jahr 2005 darin, Reichweite und Werbeumsätze unseres Gesundheitsportals spürbar zu steigern." Hierzu sollten der für das erste Halbjahr 2005 geplante Relaunch sowie forcierte Marketing- und PR-Aktivitäten beitragen. Schwetje weiter: „Wir werden in das neue Portal investieren, ohne jedoch das Ergebnis des Geschäftsfelds Media nennenswert zu belasten. Wir erwarten, dass sich unsere Anstrengungen spätestens ab 2006 in positiven Ergebnissen und ansehnlichen Margen im Gesundheitsportal niederschlagen werden. Den profitablen Direktmarketing-Bereich werden wir stark ausbauen."
Das Segmentergebnis Media wird voraussichtlich überproportional zum Umsatz steigen, und vom Segment Technologies erwartet OnVista diesmal einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Gleichzeitig wird das Segment Corporate Services nur eine geringe Ergebnisbelastung mit sich bringen.
Alle Zahlen: Konzern-Jahresabschluss nach IFRS (Zum 1. Januar 2004 hat die OnVista Group ihre Rechnungslegung von US-GAAP auf IFRS umgestellt. Auch bei den Vergleichszahlen 2003 wurden die entsprechenden Anpassungen vorgenommen.)
Zum vollständigen Geschäftsbericht 2004
Erläuterung zur Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OnVista Group
Am 27.11.2003 wurde die Fusion der OnVista Technologies GmbH, früher eine 100%-Tochter der OnVista AG, mit der IS Innovative Software AG zur IS.Teledata AG rechtswirksam. Nach der Fusion hielt die OnVista AG als größter Einzel¬aktionär rund ein Drittel der Anteile an dem zusammengeschlossenen Unternehmen. Vor der Fusion wurde die OnVista Technologies GmbH vollkonsolidiert, seit Wirksamwerden der Verschmelzung wird sie at-equity bilanziert. Das heißt, Erlöse und Kosten der IS.Teledata AG fließen nicht in die GuV der OnVista Group ein, auch die Mitarbeiter der IS.Teledata AG sind im Personalstand der OnVista Group nicht berücksichtigt. Der wirtschaftliche Erfolg der IS.Teledata AG findet in Form eines Beteiligungsergebnisses Eingang in den Abschluss der OnVista Group.