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OnVista AG - 2004

6-Monatsbericht 2004

OnVista Group profitabel gewachsen / Beide Geschäftsfelder mit operativ schwarzen Zahlen / Jahresprognose deutlich angehoben

Köln, 9. August 2004 - Die OnVista Group blickt auf eine sehr erfolgreiche erste Jahreshälfte zurück. Aus dem heute vorgelegten 6-Monatsbericht geht hervor, dass das Medien- und IT-Unternehmen bereits im ersten Halbjahr 65% des ursprünglich prognostizierten Jahresumsatzes erwirtschaftet und schwarze Zahlen geschrieben hat. Auch das zweite Quartal war isoliert betrachtet ein überaus gutes für OnVista. Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und der gut gefüllten Auftragsbücher hebt der Vorstand der OnVista AG die Jahresprognose deutlich an: Er erwartet nun für das Gesamtjahr einen Konzernumsatz von knapp € 6 Mio. und ein hohes sechsstelliges Konzernergebnis vor Steuern.

“Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hat unsere eigenen Erwartungen übertroffen“,erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. „Nach drei schwierigen Jahren befindet sich die OnVista Group wieder auf Wachstums- und Gewinnkurs. Zu diesem Erfolg haben beide Geschäftsfelder beigetragen.“ Das Geschäftsfeld Media – eigene Internet-Portale – ist in Umsatz und Ergebnis stark gewachsen, auch im Geschäftsfeld Technologies (internetbasierte Finanzmarkt-Informations-Systeme für Finanzdienstleister) wurde im ersten Halbjahr wieder profitabel gearbeitet.

Umsatz stark gestiegen

Im ersten Halbjahr 2004 erzielte OnVista einen Konzernumsatz nach IFRS von € 3,24 Mio. Nach der fusionsbedingten Entkonsolidierung der ehemaligen OnVista Technologies GmbH sind in dieser Zahl nur noch die Umsätze aus den Segmenten Media und Corporate Services enthalten.* Gegenüber dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (6 Mon./03, Konzernumsatz abzgl. Segment Technologies: € 2,02 Mio.) ergibt sich ein Plus von 61%. Im Vergleich zu dem im 6-Monatsbericht 2003 ausgewiesenen Konzern­umsatz inkl. Segment Technologies (€ 5,59 Mio.) ergibt sich ein rechnerischer Rückgang um 42%.

*Zur Fusion der OnVista Technologies GmbH und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OnVista Group siehe am Ende dieser Pressemitteilung.

Bezogen auf das zweite Quartal 2004 erzielte OnVista einen Konzernumsatz von € 1,69 Mio. Das entspricht einem Plus von 61% gegenüber dem fairen Vergleichswert (Q2/03, Konzernumsatz abzgl. Segment Technologies: € 1,05 Mio.). Rein rechnerisch ergab sich ein Minus von 39% (Q2/03, Konzernumsatz inkl. Segment Technologies: € 2,76 Mio.).

Alle Ergebniskennzahlen im Plus

Nach einem negativen Konzernergebnis vor Steuern im Vorjahr (6 Mon./03: € -0,92 Mio.) erwirtschaftete die OnVista Group im ersten Halbjahr 2004 ein positives Vorsteuerergebnis von € 0,66 Mio. Daraus ergibt sich eine Vorsteuerrendite von 20%. Nach Steuern verblieb im ersten Halbjahr 2004 ein Konzernüberschuss von € 0,40 Mio. (6 Mon./03: € -0,36 Mio.). Auch operativ, also ohne Berücksichtigung der ansehnlichen Zinserträge (6 Mon./04: € 0,45 Mio.) aus dem Finanzmittelbestand, schrieb die OnVista Group schwarze Zahlen: Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im ersten Halbjahr 2004 bei € 0,19 Mio. (6 Mon./03:€ -1,39 Mio.), das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug € 0,40 Mio. (6 Mon./03: T€ 10).

Bezogen auf das zweite Quartal 2004 erzielte OnVista ein Konzernergebnis vor Steuern von € 0,33 Mio. (Q2/03: € -0,68 Mio.) und ein Konzernergebnis nach Steuern von € 0,20 Mio. (Q2/03: € -0,36 Mio.). Das EBIT lag im zweiten Quartal 2004 bei € 0,13 Mio. (Q2/03: € -0,91 Mio.). Das EBITDA belief sich auf € 0,23 Mio. (Q2/03: € -0,15 Mio.).

Geschäftsfeld Media profitabel gewachsen

Im Geschäftsfeld Media wurden Umsatz und Ergebnis erneut stark gesteigert. Das Geschäftsfeld Media umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen betreibt und vermarktet hochwertige Special-Interest-Portale im Internet.

Im ersten Halbjahr 2004 ist der Umsatz von OnVista Media um 61% auf € 3,25 Mio.* (6 Mon./03: € 2,01 Mio.) geklettert. Das Segmentergebnis des Geschäftsfelds Media ist in den ersten sechs Monaten 2004 um 92% auf € 0,67 Mio. gestie­gen. Im ersten Halbjahr 2003 lag es noch bei € 0,35 Mio.
*Darin enthalten ist ein Innenumsatz von T€ 5.

„OnVista Media hat sich im ersten Halbjahr 2004 sehr dynamisch entwickelt und äußerst rentabel gearbeitet“, kommentiert Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG, die Zahlen. „Eine Vorsteuer­rendite von 21% ist im Branchenvergleich sicherlich ungewöhnlich. Den Erlöszuwachs haben wir vor allem durch gestiegene Werbeeinnahmen bei unserem Finanzportal www.onvista.de erzielt.“ Hinzu kamen die Umsätze des Gesundheitsportals www.medicine-worldwide.de, die sich aber noch auf niedrigem Niveau bewegten. Am 1. März 2004 hatte die OnVista AG den Betreiber des Gesundheitsportals, die Berliner A Med-World AG, gekauft, um eine neue Umsatzquelle für OnVista Media zu erschließen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Finanzumfeld zu verrin­gern. Die Umsätze des Gesundheitsportals werden der OnVista Group seit März 2003 zugerechnet.

Turnaround im Geschäftsfeld Technologies

Im Geschäftsfeld Technologies ist das IT-Geschäft der OnVista Group organisiert. Es besteht aus einer 33,5%-Beteiligung der OnVista AG an der IS.Teledata AG, die im November 2003 aus der Fusion der OnVista Technologies GmbH mit der IS Innovative Software AG hervorgegangen ist. IS.Teledata ist Europas größter Anbieter von internet­basierten Finanzmarkt-Informations-Systemen. Nachdem das Geschäftsfeld Technologies im Vorjahr defizitär war, wurden – nach der Fusion – im ersten Halbjahr 2004 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Aufgrund der At-Equity-Beteiligung an der IS.Teledata AG floss der OnVista Group im ersten Halbjahr 2004 ein Ertrag von T€ 21 zu. Dieser wird dem Geschäftsfeld Technologies als Segmentergebnis zugeordnet. Im ersten Halbjahr 2003 hatte das Geschäftsfeld Technologies bei einem Umsatz von € 4,11 Mio. noch einen Verlust von € 0,83 Mio. verzeichnet.

„Der fusionierten IS.Teledata AG ist es bereits in den ersten sechs Monaten des echten Zusammenarbeitens gelungen, einen Teil der Synergien zu realisieren und in einem nach wie vor schwierigen Markt ein positives Ergebnis zu erzielen“, so OnVista-Vorstandssprecher Oidtmann, der gleich­zeitig Finanzvorstand der IS.Teledata AG ist. Das IT-Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2004 bei einem Konzern­umsatz von € 17,27 Mio. einen Konzernüberschuss von € 0,15 Mio. erwirtschaftet. Oidtmann weiter: „Es war wichtig, dem Kapitalmarkt zu zeigen, dass unsere Strategie aufgeht und wir nach der Fusion den Turnaround im Geschäftsfeld Technologies vollziehen.“

Segment Corporate Services: Holding verschlankt

Neben den beiden operativen Geschäftsfeldern umfasst die OnVista Group das Segment Corporate Services, das im Wesentlichen aus der Holding OnVista AG besteht. Die OnVista AG wurde nach der Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH deutlich verschlankt und nimmt seit 2004 fast ausschließlich Konzernfunktionen bzw. mit der Börsennotierung verbundene Aufgaben wahr. Außer­dem werden in diesem Segment der Finanzmittelbestand sowie einige kleinere Beteiligungen verwaltet. Das Segmentergebnis war mit T€ -32 (6 Mon./03: € -0,43 Mio.) nur noch leicht negativ.

Kosten gesenkt

Die operativen Kosten der OnVista Group summierten sich im Berichtszeitraum auf € 3,18 Mio. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des ersten Halbjahres 2003 wies € 7,17 Mio. aus. Daraus errechnet sich ein Rückgang um 56%. Nach Eliminierung des Entkonsolidierungseffekts verbleibt ein tatsächlicher Rückgang der operativen Kosten um 11%.

Zum 30. Juni 2004 beschäftigte die OnVista Group 49 fest angestellte Mitarbeiter (vollzeitäquivalente Berechnung). Am 30.6.2003 waren es 138 (alle drei Segmente), bzw. 52 Mitarbeiter (abzgl. Segment Technologies).

Operativer Cashflow positiv

Aufgrund des sehr guten Geschäftsverlaufs war auch der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv. Er betrug im ersten Halbjahr 2004 € 0,64 Mio., nach € -0,17 Mio. in der Vergleichsperiode 2003. Mittelabflüsse verzeichnete die OnVista Group dagegen im Investitionsbereich und im Finanzierungsbereich. Unter dem Strich lag der Konzern-Cashflow im Berichtszeitraum bei € -1,40 Mio. (6 Mon./03:€ 1,12 Mio.).

Der Finanzmittelbestand der OnVista Group (inklusive der jeder­zeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) betrug zum 30. Juni 2004 € 21,93 Mio., nach € 24,99 Mio. per 31. Dezember 2003. Der Rückgang ist auf bereits im ersten Quartal getätigte Investitionen ins Anlagevermögen zurückzuführen. Hier wirkten sich der Kauf weiterer Vorzugs­aktien an der IS.Teledata AG (Erhöhung des Anteils von 31,5% auf 33,5%) sowie die Akquisition der A Med-World AG aus. Auch nach diesen Investitionen ist die Liquiditäts­lage äußerst komfortabel. Der Cash-Wert je Aktie lag zum 30. Juni 2004 bei € 3,27 (31.12.2003: € 3,73). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtszeitraums 97% (31.12.2003: € 96%).

Jahresprognose 2004 angehoben

Auch wenn sich die Zahlen des überaus erfolgreichen ersten Halbjahres – wegen des saisonal bedingt erfahrungsgemäß schwächeren dritten Quartals – nicht linear auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen, sind die Aussichten weiterhin sehr positiv. „Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und der gut gefüllten Auftragsbücher gehen wir davon aus, dass wir unsere ursprüngliche Planung für das Gesamtjahr 2004 übertreffen werden“, kündigt Vorstandssprecher Oidtmann an.

Der Vorstand der OnVista AG erwartet nun einen Konzernumsatz von knapp € 6 Mio. und ein Konzernergebnis vor Steuern im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Alle drei Segmente sollen einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Bislang war ein Umsatz von deutlich über€ 5 Mio. und eine zweistellige Vorsteuerrendite prognostiziert worden.Zum Vergleich die Vorjahreswerte: Im Jahr 2003 hatte die OnVista Group aufgrund der schlechten Performance im Geschäftsfeld Technologies ein negatives operatives Ergeb­nis erwirtschaftet (EBIT: € -5,01 Mio., EBITDA: € -1,24 Mio.). Vorsteuer- und Nachsteuerergebnis waren nur aufgrund der Hebung stiller Reserven positiv gewesen. Der Konzernumsatz abzgl. Segment Technologies hatte bei € 4,56 Mio. gelegen.

Alle Zahlen: 6-Monatsabschluss nach IFRS (Zum 1. Januar 2004 hat die OnVista Group ihre Rechnungslegung von US-GAAP auf IFRS umgestellt. Auch im 6-Monatsabschluss 2003 wurden nachträglich die entsprechenden Anpassungen vorgenommen.)

Zum vollständigen Quartalsbericht 2/2004

Erläuterung zur Fusion und Entkonsolidierung der OnVista Technologies GmbH und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss der OnVista Group

Am 27.11.2003 wurde die Fusion der OnVista Technologies GmbH, früher eine 100%-Tochter der OnVista AG, mit der IS Innovative Software AG zur IS.Teledata AG rechtswirksam. Nach der Fusion hielt die OnVista AG als größter Einzelaktionär rund ein Drittel der Anteile an dem zusammen geschlossenen Unternehmen. Vor der Fusion wurde die OnVista Technologies GmbH vollkonsolidiert, seit wirksam werden der Verschmelzung wird sie at-equity bilanziert. Das heißt, Erlöse und Kosten der IS.Teledata AG fließen nicht in die GuV der OnVista Group ein, auch die Mitarbeiter der IS.Teledata AG sind im Personalstand der OnVista Group nicht berücksichtigt. Der wirtschaftliche Erfolg der IS.Teledata AG findet in Form eines Beteiligungsergebnisses Eingang in den Abschluss der OnVista Group.

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