Köln, 28. November 2003. - Ab sofort ist die Fusion der OnVista Technologies GmbH und der IS.Teledata AG, der früheren IS Innovative Software AG, rechtswirksam. Mit der Eintragung in das Handelsregister von Frankfurt/Main wurde die letzte juristische Hürde auf dem Weg zur Verschmelzung der beiden Unternehmen genommen. Das fusionierte Unternehmen firmiert unter IS.Teledata AG und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Köln bleibt als zweiter Standort in Deutschland erhalten, darüber hinaus gibt es Tochtergesellschaften und Beteiligungen in sechs weiteren europäischen Ländern. Größte Einzelaktionärin des nicht börsennotierten Unternehmens ist die Kölner OnVista AG, die bisherige Alleingesellschafterin der OnVista Technologies GmbH. Das im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistete Unternehmen verfügt über 31,5% der Kapitalanteile und 41,45% der Stimmrechte an der IS.Teledata AG. Die OnVista Media GmbH, Betreiberin des Finanzportals www.onvista.de und zweite 100%ige Tochtergesellschaft der OnVista AG, ist von der Fusion nicht betroffen.
Marktposition verbessert
Mit der Fusion entsteht der größte Anbieter von Finanzmarkt-Informationssystemen auf Basis von Internet-Technologie in Europa. Im Kern bietet die zusammengeschlossene IS.Teledata AG Finanz-dienstleistern und Medienunternehmen Finanzmarktinformationen sowie Softwaresysteme zur Verarbeitung und Darstellung derselben. Vor der Fusion agierten die beiden Partner als direkte Wettbewerber. "Heute werden zwei gute Unternehmen zu einem noch besseren verbunden", freut sich Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstandes der OnVista AG und Vorstand Finanzen der IS.Teledata AG, über die erfolgreiche Umsetzung des am 30. Juni 2003 angekündigten Fusions-vorhabens.
Hauptziele der Fusion sind neben der Verbesserung der Marktposition ein forcierter Eintritt in neue Segmente sowie eine Steigerung der Profitabilität durch Hebung von Synergien und Nutzung von Skaleneffekten. Nach Abschluss der Integration rechnet das Management mit einem jährlichen Synergiepotenzial im unteren 1-stelligen Millionenbereich. Dazu beitragen sollen Einsparungen bei den Technologiekosten, im Beschaffungsbereich, bei den Marketingaktivitäten sowie beim Personalaufwand.
Neue Organisationsstruktur beschlossen
In den kommenden Monaten soll der Integrationsprozess der beiden Unternehmen zügig umgesetzt werden. "Den faktischen Verschmelzungsprozess der beiden Firmen haben wir bereits unter Hochdruck vorbereitet, so dass die neue Organisationsstruktur nun steht", erläutert Oidtmann, der im Vorstand der IS.Teledata AG unter anderem für das Post-Merger-Management verantwortlich ist. Nach abgeschlossener Restrukturierung werden allein in Deutschland voraussichtlich über 190 Mitarbeiter für die IS.Teledata AG arbeiten. Zum 30.09.2003 beschäftigten die beiden fusionierten Unternehmen zusammen 227 Mitarbeiter. Im Zuge der Integration verlassen rund 35 Mitarbeiter das Unternehmen, etwa die gleiche Anzahl wechselt den Standort. Ein Interessenausgleich und ein Sozialplan, die gemeinsam von Vorstand und Betriebsräten erarbeitet wurden, begleiten den fusionsbedingten Stellenabbau. Auch in den Auslandsniederlassungen werden partiell Stellen abgebaut, die genaue Zahl steht noch nicht fest.
Oidtmann weiter: "Nun konzentrieren wir uns auf die Integration der zwei technischen Plattformen und auf die Optimierung unseres Produktportfolios. Auch im laufenden Geschäft können wir nun endlich gemeinsam auftreten und unseren Kunden das Beste aus zwei Welten präsentieren." Geplant sei insbesondere ein forcierter Markteintritt in das Segment Institutionelles Asset Management und Private Banking.
OnVista-Einfluss über Vorstand und Aufsichtsrat gesichert
Ihren Einfluss auf die IS.Teledata AG sichert die OnVista AG über die Mitwirkung in Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens. "IS.Teledata ist für uns eine strategische Beteiligung. Wir glauben an das Business", betont Oidtmann. OnVista stellt mit Fritz Oidtmann (Finanzen) und Stephan Schubert (IT) zwei Mitglieder des dreiköpfigen Vorstandsteams. Sprecher des Vorstandes ist Stephan Wolf, der frühere Alleinvorstand der IS Innovative Software AG. Zudem hat OnVista drei der sechs Aufsichtsratsmitglieder des Frankfurter Unternehmens benannt, unter anderem OnVista-Vorstand Michael W. Schwetje.
Stephan Schubert, der als Gründer und Vorstandsmitglied der OnVista AG für das Geschäftsfeld Technologies verantwortlich zeichnet, wird sich zum 31. Dezember 2003 aus dem Vorstand der OnVista AG zurückziehen und sich vollständig auf seine Aufgabe bei der IS.Teledata AG konzen-trieren. Er bleibt OnVista als Großaktionär verbunden. Fritz Oidtmann, der dem Vorstand der IS.Teledata AG ein Jahr lang angehören wird, behält neben seiner Tätigkeit bei der IS.Teledata AG seine Funktion als Sprecher des Vorstandes der OnVista AG inne. Michael W. Schwetje verantwortet im Vorstand der börsennotierten Kölner Gesellschaft nach wie vor das Finanzressort sowie das Geschäftsfeld Media, also das von der OnVista Media GmbH betriebene Finanzportal www.onvista.de .
Fusion stärkt OnVista-Konzern
Die börsennotierte OnVista AG als Hauptaktionärin der IS.Teledata AG geht gestärkt aus der Fusion ihres Tochterunternehmens OnVista Technologies GmbH hervor. "Wir stehen auf zwei starken Pfeilern, die ab 2004 beide nachhaltig profitabel sein werden", kündigt Oidtmann an. Nach erfolgrei-cher Integration werde die fusionierte IS.Teledata AG - aufgrund der verbesserten Marktstellung und der zu realisierenden Synergien - ihre Erträge steigern und einen positiven Ergebnisbeitrag zum OnVista-Konzern leisten. Auch die 100%-Tochter OnVista Media werde weiter wachsen und Gewinne erwirtschaften. Oidtmann weiter: "Hinzu kommt unser Liquiditätspolster, das derzeit ansehnliche Zinserträge abwirft, in Zukunft aber durchaus zur Nutzung strategischer Optionen in beiden Geschäftsfeldern eingesetzt werden kann. Für das Gesamtjahr 2003 erwarten wir trotz der mit der Fusion verbundenen Restrukturierungskosten bei IS.Teledata und bei der OnVista AG selbst - ein deutlich positives Konzern-Ergebnis vor Steuern."
Zur ausführlichen Pressemitteilungen vom 30.6.2003
Zur ausführlichen Pressemitteilungen vom 19.8.2003