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OnVista AG - 2003

HV der OnVista AG mit 99,8-prozentiger Zustimmung

Grünes Licht für Fusion von OnVista Technologies und IS Innovative Software

Köln, 19. August 2003 - Die Kölner OnVista AG wird ihr hundert­prozentiges Tochterunternehmen OnVista Technologies GmbH in Kürze mit der IS Innovative Software AG, Frankfurt, fusionieren. Dem haben die Aktionäre der OnVista AG auf der heutigen Hauptver­sammlung des Unternehmens mit 99,83% des vertretenen Grundkapitals zugestimmt. Die Hauptversammlung der IS Innovative Software AG hatte bereits am 12. August 2003 ihre Zustimmung gegeben. Die Gesellschaften werden die Verschmelzung schnellstmöglich zur Eintragung in die Handelsregister anmelden. Mit Eintragung in die Handelsregister wird die Fusion faktisch wirksam.

Steigerung der Profitabilität

„Nun steht der Verbindung zweier guter Unternehmen zu einem noch besseren nichts mehr im Wege“, freute sich Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstandes der OnVista AG, über das Ergebnis. In seiner Rede bezeichnete Oidtmann die IS Innovative Software AG als „idealen Partner, der unsere eigenen Stärken ergänzt und mit dem wir gemein­sam unsere ureigensten Ziele besser erreichen können.“ IS Innovative Software und OnVista Technologies agierten bislang als direkte Wettbewerber auf dem gleichen Markt. Im Kern bieten sie Finanzdienstleistern und Medienunternehmen Finanzmarktinforma­tionen sowie Softwaresysteme zur Verarbeitung und Darstellung derselben.

Hauptziele der Fusion sind neben der Verbesserung der Marktposition ein forcierter Eintritt in neue Segmente sowie eine Steigerung der Profitabilität durch Hebung von Synergien und Nutzung von Skalen­effekten. Oidtmann bezifferte das jährliche Synergiepotenzial auf einen Betrag im unteren bis mittleren einstelligen Millionenbereich. Die IS.Teledata AG – so wird das zusammengeschlossene Unternehmen firmieren – ist mit einem Jahresumsatz von rund € 40 Mio. der größte Anbieter von Finanzmarkt-Informationssystemen auf Basis von Internet-Technologie in Europa. „Nach erfolgreicher Integration wird die IS.Teledata AG dauerhaft profitabel arbeiten“, kündigte Oidtmann, der designierte Finanzvorstand des IT-Unternehmens an. „Das wird auch die Profitabilität der OnVista AG nachhaltig steigern.“ Der Vorstand rechnet bereits ab 2004 mit positiven Ergebnisbeiträgen aus der IT-Beteiligung für den OnVista-Konzern.

OnVista AG größte Einzelaktionärin

Die OnVista AG, derzeitige Alleingesell­schafterin der OnVista Technologies GmbH, wird 31,5% der Kapitalanteile und 41,45% der Stimmrechte des zusammengeschlossenen Unternehmens halten und damit größte Einzelaktionärin sein. Die rund 60 Alt-Aktionäre der nicht börsennotierten IS Innovative Software AG werden nach der Ver­schmelzung 68,5% der Kapitalanteile und ca. 58,55% der Stimmrechte halten. Bei der Transaktion handelt es sich um eine Verschmelzung durch Aufnahme. Die OnVista Technologies GmbH wird gegen Anteile an der IS Innovative Software AG und ohne Barkomponente auf selbige verschmolzen. Die OnVista Technologies GmbH gibt damit ihre recht­liche Selbstständigkeit auf, und die IS.Teledata AG übernimmt die Gesamtrechtsnachfolge.

„IS.Teledata ist für uns eine strategische Beteiligung. Wir glauben an das Business“, bekräftigte Fritz Oidtmann. „Unseren Einfluss sichern wir, indem wir uns aktiv in Vorstand und Aufsichtsrat der IS.Teledata AG engagieren.“ Die OnVista AG stellt mit Fritz Oidtmann und Stephan Schubert zwei Mitglieder des dreiköpfigen Vorstandsteams und hat das Recht, drei von sechs Aufsichtsratsmitgliedern zu benen­nen. So wird unter anderem Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG, in das Aufsichtsgremium einziehen.

OnVista-Konzern 2003 mit deutlich positivem Vorsteuer-Ergebnis

Die Fusion bezieht sich ausschließlich auf die OnVista Technologies GmbH, die derzeit rund 70% zum Konzern-Umsatz der OnVista AG beiträgt. Nicht in die Vereinbarung eingeschlossen sind die börsen­notierte Muttergesellschaft OnVista AG sowie deren zweite hundert­prozentige Tochtergesellschaft OnVista Media GmbH, die das Finanzportal www.onvista.de betreibt.

Anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung präsentierte der Vorstand der OnVista AG auch seine Jahresprognose. Danach wird das US GAAP-Konzern-Ergebnis vor Steuern 2003 deutlich positiv sein. Oidtmann führte aus: „Trotz der bei der IS.Teledata AG anfallenden Integrationskosten erwarten wir keine nennenswerte Ergebnisbelastung durch die Beteiligung an dem zusammengeschlos­senen Unternehmen. Die OnVista Media GmbH wird erneut schwarze Zahlen schreiben.“ Hinzu komme ein außerordentlicher Ertrag, der durch die Hebung stiller Reserven im Zuge der Fusion entstehe. Dieser überkompensiere die durch Verschlankung der Holding in der OnVista AG anfallenden Restrukturierungskosten.

Da die 31,5%-Beteiligung an der IS.Teledata AG voraussichtlich ‚at equity’ bilanziert wird und in Form eines Beteiligungsergebnisses in die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung der OnVista AG einfließt, wird der Konzern-Umsatz der OnVista AG nach Wirksamwerden der Fusion im Wesentlichen aus dem Umsatz der OnVista Media GmbH bestehen. Dieser lag 2002 bei rund € 3,5 Mio. und wird 2003 voraus­sichtlich um einen Betrag im oberen einstelligen Prozentbereich steigen. Der Umsatz der OnVista Technologies GmbH wird lediglich bis zum Wirksamkeitszeitpunkt der Verschmelzung im Konzern-Umsatz enthalten sein. „Da das Datum des Handelsregistereintrags von uns nicht beeinflussbar ist, ist derzeit nicht vorhersehbar, ab wann die Änderung der Bilanzierung greift und welche Höhe der Konzern-Umsatz dieses Jahr erreichen wird“, erklärte Oidtmann. „Er wird aber aufgrund der geänderten Systematik des Zahlenwerks 2003 niedriger aussehen als 2002.“

Phantasie für OnVista-Aktie

Der derzeitige Kurs der OnVista-Aktie spiegele den Wert des Unter­nehmens nur unzureichend wieder, meinte Oidtmann. „OnVista hat allein einen Cash-Wert je Aktie von rund 4 Euro. Hinzu kommt die bereits profitable OnVista Media GmbH, die zu 100% im Konzern verbleibt, und die 31,5%-Beteiligung an der IS.Teledata AG, die spätestens ab 2004 positive Beiträge zum Konzern-Ergebnis der OnVista AG beisteuern wird.“

Zügige Umsetzung

Die Integration der beiden Unternehmen soll bis Mitte 2004 voll­ständig abgeschlossen sein. Oidtmann, der im Vorstand der IS.Teledata AG unter anderem für das Post Merger Management verantwortlich sein wird, betonte: „Uns ist die Sensibilität von Fusionen sehr wohl bewusst. Daher nehmen wir den Prozess der Zusammenführung beider Unternehmen äußerst ernst und arbeiten hart, damit er zügig, für beide Fusionspartner erfreulich und erfolg­reich verläuft. Dass wir uns wie üblich intensiv um unser eigentliches Geschäft kümmern, ist selbstverständlich. Unsere Kunden und Partner können sich auch weiterhin voll auf uns verlassen.“



Zur Rede und Präsentations-Charts der ao. Hauptversammlung
Zur ausführlichen Pressemitteilung vom 30.06.2003

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