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OnVista AG - 2003

OnVista AG legt 3-Monatsbericht 2003 vor

Umsatz moderat gestiegen / Ergebnissituation leicht verbessert / Cash Flow positiv

Köln, 12. Mai 2003. - Im ersten Quartal 2003 erzielte das IT- und Medienunternehmen OnVista AG einen Konzern-Umsatz von € 2,84 Mio. Das entspricht einem Zuwachs von 2,2% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (Q1/2002: € 2,77 Mio.). Hinzu kamen im Vorjahr jedoch zusätzliche Einkünfte aus Lizenzverträgen in Höhe von € 0,29 Mio., die nicht in der Position Umsatz, sondern in der Position sonstige Erträge ausgewiesen wurden. Einschließlich dieser umsatzäquivalenten Erträge betrugen die gesamten Einkünfte aus operativer Tätigkeit im ersten Quartal des Vorjahres € 3,06 Mio.

Der Konzern-Umsatz verteilte sich zu 66% (Q1/2002: 69%) auf das Geschäftsfeld Technologies, zu 33% (31%) auf das Geschäftsfeld Media und zu 1% (0%) auf das Segment Corporate Services.

Ergebnissituation leicht verbessert

"Wir sind nach wie vor mit einer schwierigen Lage auf unseren Absatzmärkten konfrontiert", kommentiert Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstandes der OnVista AG, die Zahlen. "Vor diesem Hintergrund liegt die verhaltene Umsatzentwicklung im Rahmen des Erwarteten." Aufgrund unseres konsequenten Kostenmanagements ist es uns jedoch gelungen, unsere Ergebnissituation im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres leicht zu verbessern.

Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) war mit T€ 60 positiv. Im ersten Quartal 2002 hatte es bei T€ 6 gelegen. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag im Berichtsquartal bei € -0,58 Mio. (Q1/2002: € -0,60 Mio.). Das Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf € -0,23 Mio., nach € - 0,28 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Konzern-Ergebnis nach Steuern war durch die Bildung aktiver latenter Steuern mit T€ 6 positiv. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte es bei € -0,30 Mio. gelegen.

Kosten gesenkt

Die Kosten konnten im ersten Quartal 2003 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gesenkt werden. Die operativen Kosten summierten sich auf € 3,41 Mio. Das entspricht einem Minus von 7,8%. Der Hauptkostenblock Personalaufwand verringerte sich im Berichtsquartal um 6,0% auf € 1,81 Mio. (Q1/2002: € 1,93 Mio.). Zum 31. März 2003 beschäftigte OnVista 139 Mitarbeiter (31.3.2002: 142). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens lagen bei € 0,64 Mio., nach € 0,60 Mio. im Vergleichsquartal ( 5,7%).

Geschäftsfeld Technologies: Entgangener Umsatz noch nicht vollständig kompensiert

Im Geschäftsfeld Technologies erwirtschaftete OnVista im ersten Quartal 2003 einen Gesamtumsatz von € 2,12 Mio. (Q1/2002: € 2,21 Mio.). Das entspricht einem Rückgang von 4,4%. € 1,87 Mio. wurden mit Unternehmen außerhalb des Konzerns erwirtschaftet. Im ersten Quartal 2002 hatte der Außenumsatz bei € 1,92 Mio. (-2,3%) gelegen. Da OnVista 2002 zusätzlich umsatzäquivalente Einkünfte aus Lizenzverträgen verzeichnete, die nicht in der Position Umsatz enthalten waren, summierten sich die gesamten Einnahmen des Geschäftsfelds Technologies im ersten Quartal des Vorjahres auf € 2,50 Mio. Das Geschäftsfeld Technologies besteht im Wesentlichen aus der OnVista Technologies GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das IT-Unternehmen ist einer der größten europäischen Systemanbieter im Bereich Finanzmarktinformationen.

Aufgrund der rückläufigen Erlöse verzeichnete das Geschäftsfeld ein Vorsteuer-Ergebnis von € -0,41 Mio. (Q1/2003: € -0,20 Mio.). Ausschlaggebend für den Rückgang war, dass einige Kunden aufgrund von Sparmaßnahmen ihre Webauftritte oder internen Marktinformationssysteme einschränken bzw. vollkommen aufgeben mussten. In der Folge reduzierten sie den von OnVista bezogenen Leistungsumfang oder kündigten ihre Verträge sogar vollständig. "Wir konnten im ersten Quartal einige erfreuliche Neukundengewinne verzeichnen, gerade auch aus dem internationalen Bereich", sagt Stephan Schubert, Vorstand Technologies der OnVista AG. "Jedoch konnten wir den durch Kündigungen entgangenen Umsatz noch nicht vollständig über Neugeschäft kompensieren." Per Saldo stieg die Zahl der Lizenzkunden von 47 (31.3.2002) auf 60 Kunden zum Ende des ersten Quartals 2003. Neu auf der Kundenliste sind beispielsweise E*TRADE UK und die französische Tochtergesellschaft der weltweit größten Online-Bank Egg. Den market.pilot, das Marktinformationssystem für unternehmensinterne Anwendungen, nutzen seit dem ersten Quartal 2003 beispielsweise die Börse Berlin Bremen, die Landesbank Saar und der Börsenmakler M. Stalla.

Geschäftsfeld Media: Profitabel gewachsen

Im Geschäftsfeld Media konnte OnVista im Berichtszeitraum Umsatz und Ergebnis steigern. Der Gesamtumsatz des Geschäftsfeldes betrug € 0,95 Mio. (Q1/2002: € 0,84 Mio.). Verglichen mit dem Vorjahreswert ergibt sich ein Zuwachs von 12%. Der Außenumsatz lag mit € 0,94 Mio. ebenfalls um 12% über den externen Erlösen des ersten Quartals 2002 (€ 0,83 Mio.). Das Geschäftsfeld umfasst die OnVista Media GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der OnVista AG. Das Medienunternehmen betreibt und vermarktet das Finanzportal www.onvista.de .

"Trotz der nach wie vor geringen Dynamik im Werbemarkt sind wir erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet", so Michael W. Schwetje, Vorstand Media und Finanzen der OnVista AG. "Noch wichtiger als der Erfolg auf der Erlösseite ist für uns, dass wir mit unserem Portal erneut einen Gewinn erwirtschafteten." Das Vorsteuer-Ergebnis verbesserte sich im ersten Quartal 2003 auf € 0,21 Mio. (Q1/02: T€ 79). Damit gehört www.onvista.de zu den wenigen Online-Angeboten in Deutschland, die schwarze Zahlen schreiben.

Erneut positiver Cash Flow

Im ersten Quartal 2003 verzeichnete OnVista erneut einen Mittelzufluss. Der Konzern Cash Flow verbesserte sich von € 0,19 Mio. im ersten Quartal des Vorjahres auf € 0,37 Mio. im Berichtszeitraum. Positiv war auch der operative Cash Flow. Er betrug im Berichtszeitraum € 0,17 Mio., nach € 0,39 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Der Finanzmittelbestand der OnVista AG (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) betrug zum Ende des ersten Quartals 2003 € 27,38 Mio., nach € 27,46 Mio. per 31. Dezember 2002. Der Cash-Wert je Aktie lag bei € 4,09 (31.12.2002: € 4,10).

Ausblick: Keine konkrete Zahlenprognose 2003, mittelfristig Wachstumspotenzial

Auf den Absatzmärkten der OnVista AG gibt es derzeit keine Anzeichen für eine dauerhafte Trendwende: Der Kapitalmarkt befindet sich nach wie vor in der Baisse, die Bankenkrise hält an, und der bisherige Verlauf des Jahres lässt nicht auf ein starkes Anziehen der Werbekonjunktur schließen. "Im Geschäftsfeld Technologies setzen wir alles daran, den entgangenen Lizenzumsatz über Neugeschäft, wie beispielsweise den Großauftrag der Börse Euronext, zu kompensieren bzw. zu überkompensieren", erklärt Vorstandssprecher Oidtmann. OnVista Technologies befindet sich in erfolgversprechenden Verhandlungen mit mehreren potenziellen Neukunden. Jedoch haben sich die Entscheidungszyklen für IT-Investitionen wesentlich verlängert und sind schwer kalkulierbar geworden. Dadurch seien konkrete Zahlenprognosen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Oidtmann weiter: "Was das Geschäftsfeld Media angeht, sind wir auf gutem Wege, den profitablen Kurs unseres Finanzportals in diesem Jahr fortzuführen." Unabhängig von der konjunkturellen Lage sei OnVista in beiden Geschäftsfeldern gut aufgestellt und werde mittelfristig überdurchschnittlich von einem Aufschwung profitieren.



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