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OnVista AG - 2002

OnVista AG legt 3-Monatsbericht 2002 vor

Q1/2002 im Plan/ Positive Ergebniseffekte durch Kostenreduzierung/ Positiver Cash Flow/ Erwartungsgemäß verhaltene Umsatzentwicklung

Köln, 21. Mai 2002. - Die OnVista AG legt heute ihren 3-Monatsbericht vor. Danach konnte das eFinance-Technologie- und Medienunternehmen im ersten Quartal 2002 seine Ziele unter nach wie vor schwierigen Marktbedingungen erfüllen. Bei allen relevanten Ergebniskennzahlen ist im Vergleich zu den drei Vorquartalen ein deutlicher Aufwärtstrend feststellbar. Lediglich bezogen auf das - noch nicht von der Konjunkturkrise belastete - erste Quartal 2001 haben sich Nachsteuerergebnis und EBIT (Betriebsergebnis; Ergebnis vor Zinsen und Steuern) leicht verschlechtert.

Das Konzernergebnis nach Steuern lag im ersten Quartal 2002 mit € -0,30 Mio. im Plan. Damit hat sich das Nettoergebnis gegenüber dem ersten Quartal 2001 (€ -0,19 Mio.) zwar um € 0,11 Mio. verschlechtert, lag aber deutlich über den drei vorangegangenen Quartalen (z.B. Q4/2001: € -2,75 Mio.). Das EBIT lag mit € -0,60 nur minimal unter dem des ersten Quartals 2001 (€ -0,57 Mio.). Im Vergleich zu den drei Vorquartalen (z.B. Q4/2001: € -0,94 Mio.) hat es jedoch deutlich zugelegt. Das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) war im ersten Quartal 2002 mit € 0,01 Mio. (Q1/2001: € -0,12 Mio.; Q4/2001: € -0,35 Mio.) erstmals seit dem Jahr 2000 wieder leicht positiv.

Kosten deutlich reduziert

"Wir sind so in das Geschäftsjahr gestartet, wie es unsere Planung vorsah. Dabei hat sich die positive Trendwende bei den Kosten bestätigt, die sich bereits im vierten Quartal 2001 andeutete," erläutert Michael W. Schwetje, Vorstand Finanzen und Portal der OnVista AG, die heute vorgelegten Zahlen. "Verantwortlich für die positive Ergebnisentwicklung sind die im August eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen." Hierdurch konnte OnVista die operativen Kosten auf € 3,70 Mio. und damit nahezu auf das Niveau des ersten Quartals 2001 (€ 3,58 Mio.) zurückführen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2001 (€ 4,14 Mio.) wurde eine Kostenersparnis von € 0,44 Mio. realisiert.

Erwartungsgemäß verhaltene Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz lag im Berichtsquartal bei € 2,77 Mio., nach € 3,07 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Minus von 9,5 Prozent. "Die verhaltene Umsatzentwicklung im ersten Quartal entspricht unserer Planung und ist auf die nach wie vor angespannte gesamtwirtschaftliche Lage zurückzuführen," erklärt Finanzvorstand Schwetje.

In diesem Zusammenhang sind zwei Effekte zu berücksichtigen, die den Umsatz des Berichtszeitraums im Vergleich zum Vorjahr kleiner erscheinen lassen. Zum einen hatte OnVista im ersten Quartal 2002 zusätzliche Einkünfte aus Lizenzverträgen in Höhe von € 0,29 Mio., die nicht in der Position "Umsatz", sondern in der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen werden. Diese stammen aus Lizenzgebühren, die Kunden für ihre inzwischen eingestellten Online-Auftritte vertragsgemäß an OnVista zahlen. Da zwar auf der einen Seite ein Zahlungsstrom fließt, auf der anderen Seite aber keine Leistung mehr erbracht wird, sind diese Einkünfte als "sonstige Erträge" zu verbuchen, obwohl sie dem Wesen nach eher einem Umsatz entsprechen. Die gesamten Einkünfte aus operativer Tätigkeit, inklusive der beschriebenen sonstigen Erträge aus Lizenzverträgen, lagen im Berichtszeitraum bei € 3,06 Mio.

Zum anderen profitierte der Umsatz des Vorjahresquartals von einem Sondereffekt: Er enthielt Erlöse aus nicht-monetären Geschäftsvorfällen in Höhe von € 0,31 Mio. Diese stammten aus einer Minderheitsbeteiligung, die OnVista im Jahr 2000 erworben und im Jahr 2001 über Mediavolumen auf der eigenen Website beglichen hat. Nach US GAAP werden solche Einkünfte in der Position "Umsatz" ausgewiesen, obwohl sie nicht mit einem Mittelzufluss korrespondieren. Ohne den Sondereffekt hätte der Umsatz im ersten Quartal 2001 bei lediglich € 2,76 Mio. gelegen.

Betrachtet man die Entwicklung bereinigt um die beiden beschriebenen Effekte, so ergibt sich vom ersten Quartal 2001 auf das erste Quartal 2002 ein Zuwachs von 11 Prozent.

Geschäftsfeld Lizenzen mit steigender Bedeutung

Der Konzernumsatz verteilte sich im ersten Quartal 2002 zu 69 Prozent auf das Geschäftsfeld Lizenzen und zu 31 Prozent auf das Portal. Damit ist die relative Bedeutung des Lizenzbereichs für OnVista weiter gestiegen (Q1/2001: 62% / 38%). Der im Ausland erzielte Umsatz wird dem Geschäftsfeld Lizenzen zugerechnet.

Die Lizenzumsätze lagen im Berichtszeitraum bei € 1,92 Mio., 1,3 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode (€ 1,89 Mio.). Die gesamten Lizenzeinnahmen, inklusive der bereits erwähnten umsatzäquivalenten Einkünfte aus Lizenzgebühren (€ 0,29 Mio.), beliefen sich auf € 2,21 Mio. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein Zuwachs der Lizenzeinnahmen um 17 Prozent.

Das Geschäftsfeld Portal generierte in den ersten drei Monaten dieses Jahres Umsätze in Höhe von € 0,86 Mio. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erlöse aus Werbung und Content-Partnerschaften auf der Website www.onvista.de. Das entspricht einem Rückgang um 27 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (€ 1,17 Mio.). Ohne Berücksichtigung des bereits beschriebenen Sondereffekts hätten die Portalerlöse im ersten Quartal 2001 lediglich € 0,86 Mio. betragen. Damit hat sich das OnVista-Portal (-0,6%) nahezu konstant und besser als der Markt entwickelt. Nach der aktuellen ACNielsen Werbestatistik schrumpfte der Online-Werbemarkt im ersten Quartal 2002 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent.

Gestiegener Finanzmittelbstand durch positiven Cash Flow

Nachdem OnVista im vierten Quartal des Vorjahres erstmals seit Börsengang einen positiven Cash Flow erzielen konnte, verzeichnete das Unternehmen auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres einen Mittelzufluss (€ 0,19 Mio.). Noch deutlicher als am Konzern Cash Flow zeigte sich die positive Tendenz im operativen Geschäft am Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, der € 0,42 Mio. betrug. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren sowohl der gesamte Cash Flow (€ -1,75 Mio.) als auch der operative Cash Flow (€ -0,14 Mio.) negativ ausgefallen. Der Finanzmittelbestand (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) erhöhte sich von € 27,27 Mio. per 31.12.2001 auf € 27,38 Mio. zum Ende des Berichtszeitraums. Der Cash-Wert je Aktie stieg auf € 4,09 (31.12.2001: € 4,07).

Gesamtjahr 2002: Rückkehr in die Gewinnzone

Wichtigstes Ziel für OnVista ist die Rückkehr in die Gewinnzone. "Der planmäßige Verlauf des ersten Quartals 2002 und insbesondere die deutliche Verbesserung der Ergebnislage bestätigen unsere Jahresprognose," erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. Im Gesamtjahr 2002 erwartet das Kölner Unternehmen ein leicht positives Konzernergebnis nach Steuern von € 0,05 Mio. Das EBIT wird voraussichtlich mit € -1,0 Mio. nach wie vor negativ ausfallen. Das EBITDA soll bei rund € 1,5 Mio. liegen. Erstmals soll auch auf Jahresbasis ein positiver Cash Flow erwirtschaftet werden.

Oidtmann weiter: "Maßgeblich für die Rückkehr in die Gewinnzone werden Kosteneinsparungen als Folge der im letzten Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sein." Der Planung liegt ein - aufgrund der konjunkturellen Situation und des Marktumfelds - weiterhin verhaltenes Umsatzwachstum zugrunde. Im Jahr 2002 sollen die Einkünfte aus operativer Tätigkeit auf € 14,5 Mio. bis € 15 Mio. steigen. Darin werden bis zu € 1 Mio. sonstige betriebliche umsatzäquivalente Erträge enthalten sein.

Alle 3-Monats-Konzernabschluss nach US-GAAP

Zum vollständigen Quartalsbericht 1/2002


Kennzahlen im Überblick

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