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OnVista AG - 2001

OnVista AG legt Quartalsbericht 3/2001 vor:

9-Monats-Umsatz wächst um 96 Prozent / Ergebnissituation im dritten Quartal verbessert / Jahresprognose bestätigt / komfortable Liquiditätslage

Köln, 19. November 2001. - Die OnVista AG, ein in Deutschland führender Anbieter hochwertiger Finanzinformationen und Analysetools, legt heute ihren 9-Monatsbericht vor. Danach erwirtschaftete die Gesellschaft in den ersten neun Monaten 2001 einen Konzernumsatz von € 9,17 Mio. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (€ 4,68 Mio.) hat das Unternehmen seine Erlöse nahezu verdoppelt ( 96%). Der Quartalsumsatz lag bei € 2,93 Mio., 37 Prozent über dem Vorjahreswert (€ 2,13 Mio.).

Ergebnislage im dritten Quartal verbessert

Das Konzernergebnis nach Steuern lag im dritten Quartal 2001 bei € -0,96 Mio. (Q3/2000: € 0,20 Mio.). Damit konnte OnVista den Fehlbetrag im Vergleich zum Vorquartal (Q2/2001: € -5,38 Mio.) deutlich reduzieren. Dabei hatten nicht liquiditätswirksame einmalige Sondereffekte in Höhe von € -4,41 Mio. das Ergebnis des zweiten Quartals stark belastet. Auch die anderen relevanten Ergebniskennzahlen haben sich vom zweiten auf das dritte Quartal 2001 verbessert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug im dritten Quartal 2001 € -0,93 Mio. (Q3/2000: € 0,20 Mio.), nach € -1,17 Mio. im Vorquartal. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag in Q3/2001 bei € -1,47 Mio. (Q3/2000: € -0,01 Mio.). Im zweiten Quartal hatte OnVista ein operatives Ergebnis von € -2,38 Mio. verzeichnet.

Im gesamten 9-Monatszeitraum lag das Konzernergebnis nach Steuern bei € -6,50 Mio., nach € 0,05 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug € -2,21 Mio. (9 Mon. 2000: € -0,06 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei € -4,39 Mio. (9 Mon. 2000: € -0,86 Mio.).

Kostenreduzierungsmaßnahmen greifen

"Im dritten Quartal haben wir unsere Ziele unter schwierigen Marktbedingungen erreicht", erläutert Michael W. Schwetje, Vorstand Finanzen und Portal der OnVista AG, die heute vorgelegten Zahlen. "Die Ergebnislage hat sich verbessert. Wir spüren erste Anzeichen, dass die im August eingeleiteten Kostenreduzierungsmaßnahmen greifen."

Aufgrund des im ersten Halbjahr konjunkturell bedingt unter Plan liegenden Umsatzes hat OnVista im dritten Quartal wie angekündigt deutliche Kosteneinschnitte vorgenommen. Dabei wurden mehrere Projekte eingestellt, die keine Aussicht auf schnelle Profitabilität hatten. Darüber hinaus wurde das Tempo der europäischen Expansion gedrosselt. Als Folge der unmittelbar eingeleiteten Maßnahmen blieben die Kosten im dritten Quartal bereits unter dem geplanten Budget. Die positiven Ergebniseffekte werden im vierten Quartal noch klarer zu sehen sein und im Jahr 2002 voll zum Tragen kommen.

Lizenzen bleibt Haupterlösquelle

Der Konzernumsatz verteilte sich in den ersten neun Monaten 2001 zu 63 Prozent auf das Geschäftsfeld Lizenzen und zu 37 Prozent auf das Portal. Die Lizenzumsätze stiegen im 9-Monatszeitraum um 113 Prozent auf € 5,80 Mio. Die Zahl der in- und ausländischen Lizenznehmer konnte auf 52 gesteigert werden. Seit dem dritten Quartal zählen beispielsweise der Sparkassen Broker oder die Hamburger Berenberg Bank zum Kundenstamm von OnVista. Auch im europäischen Ausland konzentriert OnVista sich seit dem dritten Quartal auf das Lizenzgeschäft und verzichtet zunächst auf den Start weiterer eigener Websites. Bislang ist OnVista in England und Frankreich mit Auslandsniederlassungen präsent und betreut andere Märkte von Deutschland aus.

Die Portalumsätze wuchsen in den ersten neun Monaten um 72 Prozent auf € 3,37 Mio. Im Geschäftsfeld Portal sind Werbe- und eCommerce-Erlöse der OnVista-eigenen Website enthalten. Die Website www.onvista.de erzielte im September dieses Jahres 51,1 Mio. Seitenabrufe (PageImpressions gemäß IVW-Verfahren). Damit war sie zum elften Mal in Folge und mit großem Abstand Marktführer unter den bankenunabhängigen Finanzportalen in Deutschland.

Umsatzwachstum konjunkturbedingt abgeschwächt

Auch wenn OnVista in beiden Geschäftsfeldern abermals deutliche Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnte, hat sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 abgeschwächt. Hintergrund ist das negative konjunkturelle Umfeld in Europa, das sich sowohl im Lizenzmarkt als auch im Werbemarkt auswirkt. Hinzu kommt die anhaltende Börsenbaisse, die insbesondere die Online-Broker trifft. Im Werbemarkt ist das dritte Quartal aus saisonalen Gründen traditionell die schwächste Periode.

Jahresprognose bestätigt

Die OnVista AG hält an ihrer im August veröffentlichten Jahresplanung fest. Wie sich bereits im dritten Quartal gezeigt hat, beginnen die Kostenreduzierungsmaßnahmen zu greifen. Daher geht OnVista im vierten Quartal von einem weiter sinkenden Verlust aus und rechnet für das Gesamtjahr 2001 mit einem Fehlbetrag von rund € 7 Mio. (Ergebnis 2000: € 0,31 Mio.).

Der Konzernumsatz wird voraussichtlich bei rund € 13 Mio. (2000: € 8,24 Mio.) liegen. Basis der Prognose ist eine aufgrund der konjunkturellen Situation weiterhin zurückhaltende Nachfrage im vierten Quartal. Dies gilt insbesondere im Geschäftsfeld Lizenzen, aber auch für das Portal. Dennoch wird OnVista seine Online-Werbeumsätze aufgrund der marktführenden Position seiner Website stärker steigern als der gesamte Online-Werbemarkt.

Gewinnzone soll in 2002 wieder erreicht werden

"Trotz der schwierigen Marktlage sind wir davon überzeugt, dass OnVista wieder schwarze Zahlen schreiben und nachhaltig Gewinne erwirtschaften wird", kommentiert Finanzvorstand Schwetje die Aussichten. "Im Jahr 2002 werden wir eine Kostenstruktur erreichen, die es uns erlaubt, auch im Falle einer unverändert schlechten konjunkturellen Lage - und damit Nachfragesituation - wieder profitabel zu arbeiten." Darüber hinaus verfügt OnVista mit einem Finanzmittelbestand von € 26,66 Mio. per 30.9.2001 über eine komfortable Liquiditätslage.



Alle Zahlen: 9-Monats-Konzernabschluss nach US-GAAP

Zum vollständigen Quartalsbericht 3/2001


Kennzahlen im Überblick

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