Köln, 25. November 2004. - Ausländische Kapitalanlagegesellschaften (KAGs) erfreuen sich bei deutschen Fondsanlegern zunehmender Beliebtheit. Dies ist eines der Kernergebnisse einer aktuellen Befragung unter rund 2.500 Nutzern des Finanzportals www.onvista.de . Als bislang bevorzugte Fondsgesellschaft landet Marktführer DWS auf Platz 1: Die Hälfte der Befragten geben an, Anteile an einem DWS-Fonds zu besitzen oder in der Vergangenheit besessen zu haben. Schon auf den Plätzen 2 und 3 folgen mit Fidelity (32%) und Franklin Templeton (23%) zwei ausländische Anbieter. Bei 22% bzw. 19% der Anleger sind die deutschen Gesellschaften Deka bzw. Union Investment gefragt.
Bemerkenswert sind die Perspektiven für ausländische KAGs: Bei der Frage, von welchem Anbieter man in Zukunft Fonds erwerben wolle, belegt Fidelity mit 10% die Spitzenposition. Die DWS behauptet sich in punkto Zukunftsaussichten an zweiter Stelle, liegt aber gleichauf mit Franklin Templeton (ebenfalls 8%). Als Drittplatzierte folgen Pioneer Investments und Nordea (jeweils 6%). Auch Merill Lynch und HSBC schneiden mit jeweils 4% besser ab als alle übrigen deutschen Wettbewerber. Gemessen an den Anteilen, die diese KAGs derzeit unter den befragten Anlegern besitzen (<15%), erfahren sie in nächster Zeit einen enormen Zuspruch.
Unterscheidet man nach Fondsarten, sind Aktienfonds immer noch Spitzenreiter – auch wenn die Beliebtheit ein wenig sinkt. 90% der befragten OnVista-User haben bereits in dieses Produkt investiert, 84% wollen in naher Zukunft Anteile kaufen. Das Interesse an konservativen Anlageformen wie Renten- oder Geldmarktfonds bleibt hingegen konstant. Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass Hedge-Fonds in nächster Zeit einen Nachfrageschub erleben.Die Mehrheit der Befragten (59%) ist von der Attraktivität des Produkts überzeugt. Zwar haben nur 12% von ihnen diese Fondsart derzeit im Depot, jedoch planen immerhin 28%, sie in den nächsten Monaten aufzunehmen.
Ein Nischendasein führen bei Privatanlegern dagegen börsengehandelte Fonds, die so genannten ETFs (Exchange Traded Funds). Bei 67% der Befragten ist diese Fondsart gänzlich unbekannt, und auch das Wissen über die Produktvorteile ist dürftig. Ganz anders sieht es dagegen im institutionellen Bereich aus, der massiv auf börsengehandelte Fonds setzt. „ETFs sind die Erfolgsstory im Fondsbereich“, so Jan Decken, Head of Sales beim Finanzportal OnVista. Als einziges Fondssegment können ETFs, die seit 2000 in Deutschland handelbar sind, derzeit spürbare Mittelzuflüsse generieren. Decken weiter: „Hier verpassen Privatanleger eine Chance.“ Den Grund sieht Decken darin, dass ETF-Anbieter und Banken derzeit keine Anstrengungen unternehmen, dieses Produkt im Privatkundengeschäft zu vermarkten.
Bei der Entscheidung für einen bestimmten Fonds sind Ratings eine maßgebliche Hilfe. 77% der Befragten nutzen sie, 69% stufen deren Aussagekraft für die Entwicklung von Investmentfonds als hoch oder sehr hoch ein. Unter den Ratingagenturen sind Standard & Poor’s und Morningstar die entscheidenden Instanzen, sie werden von 69 bzw. 66% der Anleger genutzt. Weit abgeschlagen folgen Feri Trust und Stiftung Warentest, die nur von jeweils 30% genutzt werden. „Fonds, die bei S&P oder Morningstar ein gutes Rating haben, genießen einen hohen Vertrauensvorschuss“, so OnVista-Vertriebschef Decken. „Deshalb haben wir die Ratings dieser beiden beliebtesten Agenturen in unser Finanzportal integriert.“
Neutrale Adressen wie Online- und Printmedien sind die bevorzugten Informationsquellen bei der Suche nach dem passenden Anlageprodukt (87 bzw. 70%). Erheblich seltener machen sich potenzielle Anleger zu einem persönlichen Gespräch bei Bank- bzw. Anlageberatern auf (39%).
Insgesamt haben 2.485 Personen an der Befragung teilgenommen. Sie wurde vom 20. Juli bis 02. August 2004 auf dem Finanzportal www.onvista.de in der Rubrik „Fonds“ durchgeführt. OnVista ist mit mehr als 40 Mio. Seitenabrufen pro Monat das mit Abstand führende bankenunabhängige Finanzportal in Deutschland. Auf Anfrage stellt OnVista Journalisten eine ausführliche Fassung der Umfrageergebnisse zur Verfügung.